How to make a Y.A.R.D.
Was euch auf den folgende Seiten erwartet ist eine grundlegende Beschreibung wie eine Y.A.R.D. Hardware aufgebaut werden sollte
und am Ende eine kleine Einführung wie Ihr die Firmware des µC selbst aktualisieren könnt.
Umd zum Schluss noch ein paar Hinweise zum Einstellen des Uhrentaktes.
Voraussetzung
- ihr hattet schonmal nen Lötkolben in der Hand und könnt damit umzugehen
- ihr kennt die notwendigen Bauteile, d.h. fragt mich bitte nicht wie herum eine Diode eingebaut wird etc.
- ihr könnt das Leiterplattenlayout korrekt auf ne Platine übertragen;-)
- ein wenig handwerkliches Geschick
- alle Bauteile nach dieser Liste
- u.s.w.
Der Aufbau
- kontrolliert ob Ihr alle Bauteile habt und die Werte stimmen
- einlöten der Drahbrücken (sofern vorhanden)
für den IR-Transmitter muss entweder eine Drahtbrücke nach +12V oder nach +5V verlegt
werden, diese verbindet den Vorwiderstand R5 mit +12V oder +5V im Bestückungsplan ist diese
Verbindung Grau oder Pink? eingezeichnet.
Achtung:
Wenn Ihr den IR-Transmitter mit +12V betreibt - müssen zwingend 4 IR-Dioden in Reihe
geschaltet werden, andernfalls habt ihr nen Raucherzeuger zusammengelötet. Der Betrieb
mit +12V erfordert auch den Austausch des Transistor mit Typ BC879. Auch kann es erforderlich
sein einen zusätzlichen Pufferkondensator in die Ansteuerung einzulöten damit die Spannung
durch die schlagartige Belastung mit reichlich 1A nicht zusammenbricht.
Bestückung des IR-Transmitters siehe hier
- einlöten der Widerstände
- einlöten der Dioden
- Jetzt sollte eure Platine etwa so ausschauen
- einlöten der Transistoren
- wenn man die Platine für den Highpower IR-Sender mit dem BC879 (ECB) bestücken will, muss
darauf geachtet werden, dass dieser ein anderes PIN-Out hat als der BC338 (CBE)! dafür ist die zusätzliche
Bohrung Rechts bzw. Links vom BC338 vorgesehen.
- einlöten der IC-Fassungen (sofern ihr welche verwendet)
- Jetzt sollte eure Platine etwa so ausschauen
- einlöten der Stiftleisten für Jumper etc.
Tipp: Damit euch die Pins nicht wegschmelzen (die Plaste wird durchs löten sehr schnell weich
und die Pins zeigen in alle möglichen Richtungen - da bekommt ja keinen Jumper o.ä mehr angeschlossen
ich verwende daher zum Einlöten als Hilfe den Stecker eines alten IDE Kabels
- welcher die Pin's fixiert und
auch ein wenig Wärme aufnimmt - so bekommt ihr sauber eingelötete senkrechte Stiftleisten ;-) und natürlich
verbrennt man sich beim Einlöten auch nicht die Finger (da die Stifte selbst wenn man schnell löte sehr heiß werden
können
- die Kondensatoren einlöten - Achtung auf Polung der Elektrolytkondensatoren (ELKOS) achten
- den Trimmkondestor einlöten - vorher ihn so einstellen das die Platten genau übereinander liegen, mir ists passiert
das sich einer verzogen hatte und ich die Platten nicht mehr inneinander drehen konnte
- das Quarz einlöten, den Draht zur Fixierung gewinne ich für gewöhnlich aus einem Rest eines Widerstandsanschlusses, das Quarz gibt es
auch in einer kleineren Ausführung - dann entfällt der Befestigungsdraht
- einlöten der 2. Spannungsversorgungsstecker als 5 1/4 oder 3 1/2 Version, am besten dazu einen Stecker in die Buchse stecken, wegen der Hitze
zum einlöten empfiehlt sich ein etwas größerer Lötkolben (25W - 40W) speziell beim 5 1/4 Zoll Stecker - da dieser sehr
grosse Kontakte hat - und somit viel wärme wegschluckt. Wo man mit einem 16W Lötkolben zulange dran herumfummelt und die Plaste wegschmorrt.
- Jetzt sollte eure Platine etwa so ausschauen
- einöten der 10-poligen Pfostensteckverbinder für die Serielle Schnittstelle bzw. I2C Bus - dabei am besten auch hier wieder einen passenden Stecker
in die Buchse stecken - damit sich die PIN's nicht verschieben oder beim Löten gar herausfallen. Das Löten dieser Buchsen ist meiner Ansicht nach
das schwierigste - da die Lötaugen sehr klein sind und wenn man da zu lange braucht - platzen diese von der Platine ab und diese ist dann im A...
- einlöten der männlichen SUB-D Buchse (nur bei grosser Version)
- einlöten der Klinkenbuchsen (nur bei grosser Version) - dabei auch hier wieder einen Klinkenstecker in die Buchse stecken, damit sich nix verzieht
- einlöten des Optokopplers (CNY17-1), ich verlöte dabei meistens nur die 4 notwendigen PIN's - damit hat mans leichter falls man
ihn doch mal zerröstet hat und ihn austauschen muss - ist mir aber bisher noch nicht passiert, trotz falsch herum angestecken Verbindungskabels
zum Mainboard
- solltet Ihr bis hier die Platine nicht zerlötet haben Glückwunsch - das vermeintlich schwierigste hab ihr hinter euch
- Jetzt sollte eure Platine etwa so ausschauen

- einsetzen der IC's - Achtung Pin 1 lieber dreimal kontrollieren (bei beiden Layouts zeigt die Kerbe in die gleiche Richtung), sollte evtl. nicht alle Pins sofort
ihren weg in die Fassung finden - einfach die Beinchen ein wenig weiter zusammendrücken - dazu verwende ich meist ne Diskette und drücke die Pins solange
vorsichtig zusammen bis sie parallel sind.
- vor der Inbetriebnahme steckt ihr noch die Jumper auf JP9 (2x) und auf JP10 - damit ist die Hardware erstmal für den Betrieb mit 2x Spannungsanschluss
eingerichtet. Wenn ihr nur eine Spannungsquelle zum probieren habt - solltet ihr den Jumper JP6 ebenfalls schließen.
- Fertig sieht es so aus

Der Aufbau für die interne (Standard) Version erfolgt im wesentlichen dem gleichen Schema es fallen nur einige Schritte weg
wie z.B. einlöten der SUB-D Buchsen und der Klinkenbuchsen.
Die Firmware aktualisieren
Das ist schon ein wenig heikler - da sich der "billige" PIC nicht mit einem Bootloader zum selbstprogrammieren ausrüsten lässt muß man
zum Programmieren auf eine externe Hardware zurückgreifen. Ich stelle Euch hier mal drei Varianten vor welche dafür geeignet sind, von einfach
aus nur einer Hand voll Bauteilen an einem Druckerportstecker bis hin zum ausgewachsen Programmiergerät.
Vorbereitung
Bevor Ihr die Firmware einspielen könnt muss die Hardware ein wenig darauf vorbereitet werden, damit es funktioniert und nichts
kaputt geht:
- trennen der Stromversorgung zur Y.A.R.D. Hardware - Standby und Statusspannung!
- entfernen der Jumper auf JP9
Zum Einspielen der Firmware braucht ihr eine der hier gelisteten "Schaltungen" und die dazu passende Software:
- Die grosse Variante ins ein Brenner5 von Sprut und dessen Software diese kann mit einem
einfachen 5-poligen 1:1 Kabel direkt mit JP9 und JP5 verbinden
- Die wesentlich billigere Variante ist ein Brenner0 von Sprut und dessen Software diese kann ebenfalls
mit einem einfachen 5-poligen 1:1 Kabel direkt mit JP9 und JP5 verbinden
- Als weitere Variante gibt es auch diverse Brennerschaltung die direkt an einer seriellen Schnittstelle arbeiten, angeblich ohne externe Spannungsversorgung,
dabei kann man heutzutage, aber schon Probleme bekommen da vielen COM-Ports keine echten +12 bzw. -12V mehr liefern! - der PIC diese aber zum sicheren
Programmieren benötigt - als gängier Vertreter der Programmierschaltungen ist mir da PonyProg bekannt (hab ich bisher aber nicht probiert)
Hier habe ich mal ein paar Aufbauten solcher Schaltungen zusammengestellt.
Die ersten beiden Brenner werden am Parallelport betrieben - bitte auf die von Sprut gegebenen Hinweise achten - falls euer Parallelport
nicht die notwendigen +5V Pegel liefert, beim Einsatz des Brenner 0!!
Bei den zwei letzt genannten Brennern muß für den Brennvorgang der Takt des PIC unterdrückt werden.
So wer keine meiner Schaltungsempfehlungen für das Brennen mag - für den hier noch die Pinzuordnung der ICSP-Brennanschlüsse:
| Pin | µC-Anschluss | Bedeutung |
| JP8.1 |
RA5 / Pin 4 |
Reset / Programmierspannung +12V |
| JP8.2 |
VDD / Pin 14 |
+5V als Versorgungsspannung des PIC |
| JP8.3 |
VSS / Pin 5 |
Masse (Bezugspotential) |
| JP9.1 |
RB7 / Pin 13 |
Datenleitung |
| JP9.2 |
RB6 / Pin 12 |
Taktleitung |
Nachbereitung
- setzen der Jumper auf JP9
- wiederherstellen der Stromversorgung zur Y.A.R.D. Hardware - Standby und Statusspannung (Achtung PC wird dabei eingschaltet!)
Justieren der Uhr
Direkt nach dem Aufbau solltet ihr den Trimkondensator auf Mittelstellung bringen, d.h. die Platten das Kodensators
sollten sich um 50% überlappen. Damit hat man (so war es zumindest bei mir) eine Ganggenauigkeit von 1-2s je Tag.
Wenn man die Justage über eine Tage immer wieder verfeinert kann man es auf 1-3s je Woche abgleichen -
besser würde es nur mit einem echten Uhrenbaustein gehen, das würde allerdings den Platz auf meinem Leiterplattenlayout
nicht hergeben und natürlich waäre es auch wieder teurer;) Daher arbeitet in der Firmware eine Softwareuhr, welche
einen Timer nutzt, um die Taktfrequenz des PIC auf den notwendigen Sekundentakt herunterzubrechen, was an sich durch die Eigenheiten
des PIC schon einer Quadratur des Kreises nahe kommt.
Ein weiterer Grund für die Gangunegauigkeiten kann auch die Temperatur in eurem Case sein - darauf reagieren die Quarze
ebenfalls mit Abweichungen der Frequenz.
Wenn Ihr die Y.A.R.D. Clientsoftware installiert und eingerichtet hab, geht auf die Seite [Uhr] und deaktiviert die Option Uhr beim Programmende
neue stellen, wenn die Uhr später abgeglichen ist - sollte man die Option wieder aktivieren. Danach stellt Ihr durch einen Druck auf
die Taste [einstellen] im Bereich [Uhrzeit] die Uhr von Y.A.R.D. ein.
Danach wartet ihr z.B. mal 1-2 Stunden (am Anfang reicht, das um die erste grobe Abweichung auszuregeln) später werdet ihr dort
für eine echte Abweichung länger warten müssen. Dann drückt ihr auf die Taste [auslesen] (Uhrzeit) - danach
wird die Uhrzeit ausgegeben und darunter die Abweichung zur PC Uhr in ms ausgegeben (ich gehe mal davon aus
das die PC Uhr halbwegs genau geht zumindest von sekundentakt her). Wenn die Abweichung positiv ist - geht eure Uhr vor, ist sie negativ
geht eure Uhr nach.
vorgehene Uhr abbremsen: erfolgt durch Justage des Trimkondensator mit einem kleinen Schraubendreher es reicht dabei eine
ganz geringe Einstellungsänderungen (<1/10°!!) - So dass sich die Überlappungsfläche der Scheiben vergrößert
- dadurch vergrößert sich auch die Kapazität - wodurch das Quarz ein wenig abgebremst wird.
nachgehende Uhr beschleunigen: erfolgt durch Justage des Trimkondensator mit einem kleinen Schraubendreher es reicht dabei eine
ganz geringe Einstellungsänderungen (<1/10°!!) - So dass sich die Überlappungsfläche der Scheiben verkleinert
- dadurch verringert sich auch die Kapazität - wodurch das Quarz weniger abgebremst wird.
Nachdem ihr den Kondenstator verstellt habt, solltet ihr die Uhrzeit via Clientsoftware neu einstellen,
danach wartet ihr wieder ... wenn sich nach 1-2 Stunden keine Nennenswerte drift mehr gibt, wartet
ihr halt mal einen halben oder ganzen Tag - und schaut wieder. Bedenkt wenn die Ungeauigkiet innerhalb
von 24h nur 1 Sekunde ist ist die Justage am Kondensator - mit sehr viel Feingefühl verbunden da
der zu verstellende Winkel nur noch wenige 1/100° betragen dürfte. da kann es schon reichen
den Trimkondensator nur mit dem Schraubendreher zu berühren, um ihn zu verstellen.
Wenn dann nach einigen Stunden/Tagen die Uhr für euren Geschmack genau genug geht
(ich bevorzuge es wenn die Uhr etwas vorgeht, dann kann wenigsten nichts schiefgehen - d.h. Sendungsanfang verpassen:-))
aktiviert Ihr in der Clientsoftware die Option [Uhr beim Programmende neu stellen] wieder - dann wird die Uhr von Y.A.R.D.
bei jedem Shutdown eures HTPC neu gestellt. Wenn Ihr jetzt noch dafür sorgt das euer PC
sich via NTP (network time protocol) regelmäßig die aktuelle Uhrzeit besorgt und der HTPC regelmäßig
genutzt wird eine doch ausreichend genaue Uhr, die zum aufwachen des PC's rechtzeitig vor der Aufnahme ausreicht.