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Gehäuse für Y.A.R.D. USB mini

Erstellt von fax, 16.01.2012, 21:17 Uhr · 2 Antworten · 993 Aufrufe

  1. #1
    fax
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    Gehäuse für Y.A.R.D. USB mini

    Moin,

    Seitdem mein HTPC im Regal hinter einer Holztüre steht, war ich auf der Suche nach einer guten universellen Fernbedienung mit Funk. Ich habe sie alle durchprobiert und entweder waren sie nicht universell oder die Funkbedienung hat einfach nicht so richtig gut funktioniert. Da hatte ich doch aber noch einen unbenutzten YARD USB mini in der Ecke herumfliegen und dann lief mir beim Elektronikhandel um die Ecke dieses nette Alukästchen über den Weg, das auch im Wohnzimmer optisch annehmbar aussieht: Hammond Mfg. - Extruded Aluminum (Plastic End Panels) - 1455 Series Enclosures. Erfreulicherweise gab es dazu als Sonderzubehör Abdeckplatten aus IR durchlässigem Polykarbonat. Eine Möglichkeit wäre noch gewesen, nur die IR Empfangsdiode des YARD unauffällig z.B. am TV festzukleben, aber das schien mir weniger flexibel auf Dauer.

    Ich habe die kleinste Variante des Gehäuses genommen. So sieht es dann in echt aus:

    comp_P1020810.jpg

    Und von innen:

    comp_P1020813.jpg

    Wie man sieht hat es innen sogar schon Nute, in die man die Platine einschieben könnte. Leider hatte ich soweit natürlich nicht gedacht und die Platine war nicht breit genug.

    Als nächstes musste ein passendes USB Kabel her. Der USB-B Stecker ist viel zu lang für das Gehäuse. Zum Glück hatte unser genialer YARD USB Schöpfer allerdings noch eine extra Steckleiste für USB vorgehen. Nur ist der Platz um die Steckleiste herum extrem beengt und die im Einzelhandel erhältlichen Stecker waren alle zu gross. Ich konnte mir dann allerdings behelfen mit sehr kleinen männlichen Steckern, die ich einfach umgedreht habe. Ich habe also ein handelsübliches USB Kabel genommen, den USB Stecker an einer Seite abgezwackt und stattdessen die Platinenstecker drangelötet. So sah das Ergebnis aus (der Schrumpfschlauch verdeckt gnädig mein Lötgepfusche):

    comp_P1020808.jpg
    (Man beachte den professionell mit Lackstift markierten Pin 1.)

    Nächstes Problem - die IR Diode war viel zu hoch für das Gehäuse. Die musste also mit der Flachzange sanft in Form gebracht werden (ich kann mein Glück immer noch nicht fassen, dass die Beinchen dabei nicht gebrochen sind):

    comp_P1020814.jpg

    Jetzt also noch den USB Stecker reingestöpselt und ab ins Gehäuse... Oder auch nicht, weil der Stecker sich nicht flach genug biegen liess. Mist, die USB Buchse auf der Platine war im Weg und musste weg. Also den ganzen Krempel ausgelötet:

    comp_P1020821.jpg

    Seufz, mal kurz so Platine in Gehäuse reinschieben war bei dem Projekt echt nicht. Die erste USB Steckleiste muss ich bei der Auslötaktion auch gekillt haben, aber die zweite funktionierte zum Glück noch.

    Nun gut, alle Hürden umschifft, jetzt also ab ins Gehäuse damit. Wie schon erwähnt, die Platine ist eigentlich zu schmal und einfach so lose reinlegen ist nicht, weil die Kontakte sonst mit dem Alugehäuse kurzschliessen. Also habe ich mir ein paar Streifen selbstklebendes Moosgummi geschnappt, die ich noch vom letzten PC Geräuschisolierprojekt übrig hatte und habe die auf den Boden geklebt. Das reicht für die elektrische Isolation und die Platine sitzt dank der engen Platzverhältnisse mehr als fest drin. Hier das beklebte Gehäuse:

    comp_P1020818.jpg

    Auf der anderen Seite kam als Zugentlastung für das USB Kabel noch ein Kabelhalter rein. Den musste ich mit dem Seitenschneider allerdings erst auf ein Drittel der Breite kürzen:

    comp_P1020819.jpg

    Soweit so gut, jetzt aber endlich mal rein mit dem Platinending. Quetsch:

    comp_P1020828.jpg comp_P1020825.jpg

    Sitzt, passt, wackelt nicht und hat keine Luft.

    Jetzt musste noch der Deckel für die Rückseite bearbeitet werden, damit das USB Kabel durchpasst. Für derartige Zwecke hatte ich mir vor längerer Zeit schon eine schmale Rundfeile zugelegt. Damit kriegt man das super hin, aber das Feilen in 5 mm dicken Polykarbonat hat eine geschlagene halbe Stunde gedauert. Das macht wirklich keinen Spass. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen:

    comp_P1020831.jpg

    Das Kabel sitzt da übrigens so fest drin, dass ich mir den Kabelhalter auch hätte sparen können.

    Ja das war's dann eigentlich schon. Hier sind dann noch die Bilder, wie es komplett zusammengebaut aussieht. Auf den meisten Bildern sieht die Abdeckung viel rötlicher aus, als sie eigentlich ist. Das liegt am Blitzlicht. Auf dem letzten Bild habe ich indirekt geblitzt, da sieht man den richtigen Farbeindruck. Es ist rotschwarz bzw. eigentlich schwarz, wenn man nicht genau hinschaut.

    comp_P1020833.jpg comp_P1020836.jpg comp_P1020839.jpg

    Ein kurzer Funktionstest hat ergeben, dass die IR Diode hinter der Abdeckung super funktioniert. Ich habe die Fernbedienung in alle möglichen Richtungen gehalten und das Signal war immer sofort da. Klasse! Vielen Dank an unseren YARD Meister und seinen Vorgänger für die tolle Arbeit!

    Jetzt fehlt mir nur noch funktionierende Linuxsoftware (ist in Arbeit). Ein Extrakabel zum An-/Ausschalten des PCs soll auch noch rein. Da habe ich schon ein Cinchkabel gekauft, das muss nur noch wie das USB Kabel gelötet werden und dann muss ich im HTPC natürlich die passenden Anschlüsse verlegen (mein HTPC hat auf der Rückseite diverse freie Cinchbuchsen, deswegen wird es ein Cinchkabel).

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Yard2

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    Hi,

    Sehr schöne Variante für den YARD.

    Ich hab mir schon einen Mini-USB überlegt anstatt der USB-B.
    Die kostet halt mehr.
    Aber in der nächsten Version bau ich die evtl ein.

    Du hättest auch den YARD im PC lassen können, und nur den IR Empfänger (IC) per Kabel
    in das Gehäuse legen können. Sollte auch funktionieren.

    Gruß,
    Rainer

  4. #3
    fax
    Benutzerbild von fax

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    Zitat Zitat von Yard2 Beitrag anzeigen
    Du hättest auch den YARD im PC lassen können, und nur den IR Empfänger (IC) per Kabel
    in das Gehäuse legen können.
    Ja stimmt, das hätte mir etwas Lötarbeit gespart. Da wäre natürlich noch ein kleineres Gehäuse vorteilhaft, aber in nicht-Billigplastik und IR-durchlässig habe ich das noch nie gesehen. Evtl. könnte man sich selbst etwas aus Plexiglas basteln, aber das artet dann in noch mehr Arbeit aus.

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