Tips und Tricks aus der Bastelkiste

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Vor allem für Einsteiger in das HTPC-Leben ist so manche Vorgehensweise bei Bau und Vollendung seines Traum-HTPCs nicht ganz so einfach nachvollziehbar.

Daher hier nun einige Tips und Tricks die aus dem täglichen (Bastel)-Leben entstanden sind.


das richtige Anbringen von transparenter selbstklebener Folie an die Gehäusefront

Es gibt sicherlich verschiedene Möglichkeiten, die Gehäusefront mit Logos zu verschönern. Die eine Möglichkeit (mit selbstklebener Folie) möchte ich hier versuchen zu beschreiben. Zum anderen gibt es die Möglichkeit Decals sich herstellen zu lassen und dann zu kleben. Ein Shop befindet sich zB hier: Drucker-Onkel

Auf geht's

Um an passende Logos zB für DolbyDigital oder DVD zu kommen kann man selbst kreativ tätig werden oder sich über Suchmaschinen passende finden. Achtung! Beachtet dabei die Urheberrechte der jeweiligen Logos!

Wenn Ihr nun mit Eurem Bildbearbeitungsprogramm die Logos soweit bearbeitet habt, kann es zum Ausdruck gehen. Ich verwende dazu die Klebefolie 'Zweckform Transparente Selbstklebende Folie A4 - PhotoQuality 2500 Inkjet (bis 2880dpi)' (diese Folie gibt es auch für Laserdrucker).

Nun könnt ihr aus Eurem Bildbearbeitungsprogramm alle Logos mehrmals auf die Seite ausdrucken. Denn zum Anfang geht garantiert etwas daneben und der Versuch macht klug und bei nächsten mal dann besser. Nun werden die Logos sauber vom A4-Blatt abgeschnitten. Somit kann man das restliche Blatt noch weiterhin nutzen. Anschließend die Farbe gut trocknen lassen. Laut Beschreibung ist die Farbe nach 15min Wischfest, nach 12h weiterverarbeitbar.

Nun kommt aber die Überlegung, wie befestigt man am besten diese Klebefolie an der Front, ohne das man selbst Fingerabdrücke an derselben hinterlässt?

Und so wird's gemacht:

  • zuerst muss die Klebefläche am HTPC gereinigt und fettfrei gemacht werden, dazu am besten Alkohol in Reinform nutzen (Spiritus tut es auch)
  • ich habe nun das Logo fein säuberlich und möglichst genau an den Farbkanten des Logos mit einer Schere ausgeschnitten.
  • nun dieses Logo (noch incl dem Trägerpapier) auf eine saubere glatte Unterlage legen (Tisch, Folie - kein Papier!)) mit der Schrift nach oben
  • nun wird von oben ein Stück transparenten Tesa-Film aufgeklebt - und zwar halb versetzt, sodass das Logo noch ein Stück oben rausschaut
Logo mit Tesa behaftet
  • nun nehmt ihr dieses vorbereitete Logo in die Hand, dreht es rum und macht vorsichtig das Trägerpapier des Logos ab
    • nehmt bitte nicht den Fingernagel! das geht am besten mit einem spitzen Gegenstand, zB die Spitze eines Cuttermessers oder einer spitzen Messerklinge
Entfernen des Trägerpapiers
  • Nun kann dieses vorbereitete Logo an die Front geklebt werden.
  • Da wir Männer ja doch recht grobmotorisch veranlagt sind, kann man diese Aufgabe auch gerne der weiblichen Feinmotorik überlassen ;-) oder sich selbst etwas behelfen.
  • dazu nehme man als Positionierhilfe ein spitzes Messer (zB Cuttermesser) und heftet das Logo nur leicht an die Spitze an
fertig zum Ankleben
  • nun kann man gezielt das Logo positionieren und erstmal leicht festdrücken
  • noch keinen großen Druck auf das Logo ausüben! Nur soviel, das das Logo ganzflächig klebt
  • nun nehmt ihr den Tesafilm an einer Ecke und zieht diesen vorsichtig von einer Seite ab. Achtet darauf, das das Logo sich nicht mit ablöst, sondern kleben bleibt. Wenn sich das Logo doch lösen sollte, dann könnt ihr an der oberen Logo-Fläche (da wo kein Tesa klebt) festhalten bzw leicht gegendrücken und das Logo somit auf dem Gehäuse drücken
  • nun könnt ihr mit einem sauberen Tuch oder dem glatten Tesa-Rücken (nicht die Klebeseite) das Logo sauber und kraftvoll andrücken.
  • Achtet darauf, das ihr die gedruckte Farbe nicht abwischt, daher benutzt nicht die fettigen Finger, sonst könnte die Farbe verschmieren (okok, bei mir war das auch mit dem Finger wischfest)
  • So, nun sollte das Logo perfekt sitzen:
das fertige Logo

So, nun ist es vollbracht und es sieht ganz gut aus. Oder?

gruß AndreasMD


ps: Fragen dazu könnt ihr gerne im Forum im HTPC-Board stellen


Oberflächenbehandlung Lackieren? Aber richtig!

Sicherlich haben viele HTPCler den Wunsch, Ihr Gehäuse des Wohnzimmer-PCs farblich zu ändern.

Aber wie lackiert man richtig? Es gibt natürlich den professionellen Weg, der auch den besten Erfolg bringt. Aber nicht jeder hat eine Lackierkabine im Keller oder gute Beziehungen zu einer KFZ-Lackierfirma. Jeder kann natürlich auch die örtlichen KFZ-Lackierfirmen dafür bemühen. Ein Anfrage über die zu erwartenden Kosten sollte man dann im Vorfeld mit einplanen.


Wir behandeln nun das 'Do It Yourself' - Konzept.

Also hier nun ein paar Tips um einen bestmöglichen Erfolg zu erreichen.

Wenn man sehr gute Ergebnisse erwartet, sollte man für einen staubfreien Raum sorgen. Auch ist für eine gute Lüftung zu sorgen, denn die Dämpfe der Lackiersprühdosen sind nicht gerade gesundheitsfördend!

Wir behandlen nun einen Beispielfall, um einen Deckel in schwarz-matt zu lackieren.

Der Lackaufbau ist folgendermassen: - zweimal Grundierung (graufarbend) mit einer Spraydose 250ml (nennt sich Grundierfarbe) - dreimal Farbe Schwarz-matt 400ml (Spraydose) RAL 9005

Die Sprühdosen findet man im gut sortierten Fachhandel und Baumarkt.

Jeder Lackiergang muss sehr dünn aufgetragen werden! Sonst gibt es Laufnasen. Der Lackauftrag wurde im Kreuzgang gemacht, soll heissen, unten auf einer Seite angefangen (aber VOR dem Gehäuse, damit der erste Lacknebel auf die Zeitung geht), dann zügig aber gleichmässig zur anderen Seite und darüber hinaus gesprüht! und dann einige Zentimeter höher gehalten und weiter lackiert. usw. Aber alles ohne abzusetzen zu lackieren! Der Sprühnebel darf nicht unterbrochen werden! Sonst gibt es Lackspritzer bei Beenden und/oder Anfang des Spritzens.
Wichtig
Den Richtungswechsel der Lackierrichtung nicht auf dem Material machen, sonst ist immer diese Stelle am stärksten mit Lack benetzt, sondern über das Material hinaus sprühen und erst ausserhalb der Materials die Richtung ändern.

Siehe diese Illustration:

der richtige Lackierweg


Beim ersten Lackgang ist der Lackauftrag sehr dünn und man sieht natürlich die Grundierung (oder noch Alu) hervorschimmern. Nun ca 10 min warten damit der Lack etwas ablüften kann. Der ist aber noch nicht trocken. Nun kann der zweite Lackiergang erfolgen. usw. Sooft bis man eine gleichmässige Lackverteilung erreicht hat. Im ganzen habe ich da bestimmt mehr als dreimal darüber lackiert. Aber die einzelnen Lackschritte zähle ich nicht als einzelne Lackstufen.

Nachdem man meint nun ist der Lack erstmal deckend drauf, hat man Zeit für einen Kaffee. der Lack muss nun austrocknen. Nach 2h kann man das Material schonmal anfassen und bewegen. Aushärtung ist aber erst nach 24h erreicht. (aber das hängt auch vom Lack und Temp. ab)
Erst nachdem der Lack komplett (24h) durchgehärtet ist, kann man eine erste Diagnose machen, ob noch Schatten (also wo zu wenig Lack ist) ist, und die Grundierung durchschimmert. Ebenso sieht man nun die eingeschlossenen Staubpartikel.
Die müssen weg!

Man nehme ein sehr feines Schleifpappier (1000Körnung) und schleift ganz leicht diese Staubpartikel weg. Die Oberfläche wird somit wieder etwas aufgerauht, aber das macht nichts! Nun kann man wieder etwas Lack auftragen, so ein oder zwei mal im Kreuzgang(oder mehr, wenn die Grundierung zu stark durchschimmert).

Nun wieder 24h Trocknen und nocheinmal einen prüfenden Blick drüberschweifen lassen. Aber nun sollte es langen. Und das Gehäuse schimmert nun schön satt schwarz.

Diese Anleitung müsst Ihr natürlich bei der Grundierung ebenfalls machen, nur eben nicht so genau. Da reicht es, zweimal im Kreuzgang drüber, das das Material bedeckt ist. Da kommt es nicht so sehr auf Schönheit an, nur gleichmässig muss es sein.
Achtung:
Innerhalb von zwei Stunden kann man die schwarze Farbe erneut auftragen oder aber erst wieder nach 24h! Innerhalb der zwei Stunden ist es ein nass-in-nass Lackieren, da verbinden sich die zwei Farbkomponenten miteinander und können gut austrocknen ohne Blasenbildung oder ähnl.


So, ich hoffe ich habe es nicht zu kompliziert beschrieben und Ihr bekommt hier etwas Einblick in die Kunst der Lackierung.


Eine Probelackierung auf der Zeitung ist immer mit einer neuen Lackdose angebracht. So kann man prüfen ob die Düse den Lack schön gleichmässig vernebelt.


Achja, der Sprühabstand vom Sprühkopf zum Material soll 20-30cm betragen! Also nicht zu nah dran! und auch nicht zu weit weg, denn sonst kommt nichts unten an.