TV Karte

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Einleitung

Inhaltsverzeichnis

Analog

Der analoge Empfang der TV-Sender wird uns wohl noch bis 2010 (laut EU 2012) begleiten. Es gibt 3 Übertragungswege: Hausantenne, Kabel und Satellit. Antenne und Kabelfernsehen können (fast)alle analogen Karten. Für Satellitenempfang benötigt man entweder einen externen Receiver oder eine analoge Satellitenkarte. Es wird unterschieden zwischen einfachen TV-Karten ohne Hardware-Encoder und TV-Karten mit Hardware-Encoder und Spezialkarten.

Analog ohne Hardware Encoder

Als Auswahl für diese 'einfachen' TV-Karten wären z.B. folgende Kandidaten:

  • Hauppauge WinTV PCI - Chipsatz BT848/878
  • Pinnacle PCTV / PCTVpro - Chipsatz BT848/878
  • KNCone - Chipsatz BT848/878
  • und weitere TV-Karten die auf diesem Chip basieren

Diese Karten empfangen das TV-Signal und leiten es als unbearbeitetes Signal an die TV-Kartensoftware weiter. Diese Software sollte nun mit Hilfe der CPU diesen Stream in Echtzeit in ein platzsparendes Format umwandeln. Dazu werden die im System verankerten Codec verwendet (zB MPEG, DivX, und weitere). Da diese Umwandlung je nach Codec sehr rechenaufwändig ist, muss die CPU auch entsprechend leistungsfähig sein. Allerdings hat man hiermit die Möglichkeit, das Speicherformat und die Kompression selber zu beeinflussen.

Analog mit Hardware Encoder

Die Auswahl bei den Hardware-TV-Karten ist sehr übersichtich:

  • AVerMedia AVerTV PVR PCI
  • Hauppauge PVR150
  • Hauppauge PVR150 MCE - wird inzwischen nicht nur in Verbindung mit Windows MCE vertrieben - Link siehe oben
  • Hauppauge PVR250 - wie 150 aber mit Scriptfunktionen für Videotext
  • Hauppauge PVR250 MCE - wird in Verbindung mit Windows MCE vertrieben
  • Hauppauge PVR350 - wie die 250, zusätzlich noch mit FM-Tuner (Radio) und Decoder zur Ausgabe der MPEG-Filme über den eigenen TV-Out (allerdings ohne Desktop-Ausgabe)
  • Hauppauge PVR500 MCE - Doppeltuner- und Radio-Karte, kann unter Windows MCE oder auch mit anderen HTPC-Oberflächen betrieben werden.
  • Hauppauge PVR-USB2 - Die portable PVR-Lösung

Die MCE-Versionen haben zusätzlich noch einen FM-Tuner.

Im Unterschied zu den 'einfachen' TV-Karten verarbeiten die TV-Karten mit Hardware-Encoder den empfangene TV-Stream direkt und in Echtzeit auf der Karte (in Hardware ) in ein MPEG-Format. Dadurch wird der Prozessor nicht belastet. Man kann die Bitrate des MPEG-Codecs einstellen. Allerdings muss eine Konvertierung zu DivX/XviD oder ähnlichen Codecs weiterhin nachträglich erfolgen.

Spezialkarten für analogen Satellitenempfang

Für analogen Satellitenempfang gibt es spezielle Karten. Diese werden jedoch nicht mehr hergestellt und sind somit nur noch auf dem Gebrauchtmarkt (z.B. ebay) zu bekommen. Die verbreiteste dürfte die Technisat Mediafocus (mit ADR (Astra Digital Radio) Empfang) und MediaFocus II sein. Andere Karten findet man eigentlich nicht. Allerding existieren für die Mediafocus nur Treiber für Win95/98/98SE/ME und Linux. Weitere Infos:

Hybrid (Analog+DVB)

Eine Mischung aus beiden Empfangsarten: analog und digital. Achtung! Die Hybridkarten können (meisst?) nicht gleichzeitig analoges und digitales TV empfangen.

Analog + DVB-C

  • Hauppauge WinTV-Nexus CA - Empfang von analogen und digitalen Programmen aus dem Kabelnetz - Aufzeichnung von digitalen TV-Programmen, aber keine Aufnahme von analogen Sendern!

Analog + DVB-S

  • Medion TriHybrid Analog/DVB-S/DVB-T - bisher nur in den Aldi-Medion-PCs eingebaut

Analog + DVB-T

Analog + DVB-T + DVB-S

  • Pinnacle PCTV 7010iX, Flyer 6-in-1 TV Tuner-Karte mit 2 DVB-S, 2 kombinierte DVB-T/Analog TV Tuner (Hybrid Tuner) und zusaetzlich Stereo UKW-Radio Funktion. Lieferbar ab Juni 2006 allerdings wohl nur voreingebaut in Media-Center-PCs bei Media Markt.

DVB

Für die Übertragung (DVB = Digital Video Broadcasting) des digitalen TV Signals (MPEG 2 Stream) kann zzt einer von 3 Übertragungswege gewählt werden (DVB-C, S, T). Bei den DVB Karten muss man zwischen den Full-featured (mit MPEG-Decoder) und den Budget Karten (ohne Hardware MPEG-Decoder) unterscheiden. Hat der Prozessor genügend Leistung so kann man die MPEG Decodierung auch softwarebasiert durchführen lassen, da die Budget Karten preislich attraktiver (<100EUR) sind.

DVB-C

Diese Übertragungsmedium (Kabel) bietet zwar die unempfindlichste der 3 digitalen Übertragungen an, aber sie hat einen sehr entscheidenden Nachteil: die monatlichen Kosten der Kabelanbieter! Folgende DVB-C Karten gibt es im Markt:

  • Elgato EyeTV 610 FireWire-Box, ~260EUR
  • Hauppauge WinTV NEXUS-CA (Model 663)
  • KNC ONE TV-Station DVB-C
  • KNC ONE TV-Station DVB-C Plus
  • SATELCO EasyWatch PCI DVB-C
  • SATELCO Highend PCI (DVB-C ) analog & digital
  • SATELCO USB-Box (DVB-C)
  • SATELCO Intro PCI (DVB-C )
  • Technisat CableStar 2 TV PCI
  • TechnoTrend TT-budget C-1500
  • TechnoTrend TT-premium C-2300
  • TechnoTrend TT-connect C-1200
  • Terratec Cinergy 1200 C
  • Twinhan TwinhanDTV Mini Cab
  • Twinhan TwinhanDTV Cab-CI
  • FireDTV DigitalTV - externer (Firewire) DVB-C Empfänger mit CI-Interface, auch als FloppyDTV (für Barebone-und HTPC)

Weitere Links

Digitales Fernsehen/Radio via Kabel Kabel Deutschland

DVB-S

Zum Empfang von digitalem Fernsehen per Satellit (meisst Astra oder Hotbird) wird eine DVB-S Karte und natürlich ein Sat-Spiegel (inkl. LNB) benötigt. Somit können über 1000 TV- und Radio-Programme empfangen werden. Ausserdem besteht die Möglichkeit auch Daten (T-DSL, IP-Radio, etc.) über Satellit zu empfangen. Die mitgelieferte Software entspricht meisst nicht den gewuenschten Anforderungen, kann aber leicht durch eine andere kostenlose TV Software ersetzt werden.

Weiterführende Links

DVB-S2

Das neue Übertragungsformat verwendet den resourcenhungrigeren H.264 Codec anstelle von MPEG-2 bei DVB-S und erfordert somit neue Karten.

DVB-T

Das Überall-Fernsehen ersetzt ab 2003 nach und nach die analoge Übertragung.
Die Umstellung soll laut Landesrundfunkgesetz bis 2010 abgeschlossen sein.
Welcher Landstrich in Deutschland bereits mit DVB-T abgedeckt ist, findet man auf den Seiten von Überallfernsehen.de

weiterführende Links

Senderliste