TV Karte

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* [http://www.vdr-portal.de/board/board.php?boardid=85 VDR Portal: HDTV / DVB-S2]
 
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*[http://www.netzwelt.de/news/75273_1-cebit-2007-verschaerft-hdtv.html Netzwelt HDTV TV Karten Uebersicht: CeBIT 2007: Verschärft - HDTV für den PC]
  
 
==DVB-T==
 
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Version vom 15. März 2007, 21:15 Uhr

Einleitung

Die TV-Karte ist ein Herzstück eines HTPC oder Medien-PCs.
Sie versorgt den HTPC mit den TV-Signalen. Sie liefert sozusagen den Input.

Zum Anfang eine Erklärung, damit ein Irrglaube weggeräumt wird:
Mit einer TV-Karte kann man nicht TV-Schauen. Die TV-Karte ist nur die erste (notwendige) Hälfte um das TV-Signal in den PC zu bekommen.
Schauen kann man TV erst, wenn die TV-Signale mit Hilfe der Grafikkarte wieder an den TV-Ausgang der Grafikkarte respektive an den Eingang des TV-Gerätes gesendet wurde (eine Ausnahme bildet der VDR unter Linux, da ist keine Grafikkarte zur Darstellung notwendig, allerdings eine Premium-DVB-S-Karte die sich um die Ausgabe kümmert).

Die TV-Signale (aus dem Kabel, Satellit oder Terrestrisch) werden von der TV-Karte entgegengenommen, von der Software verarbeitet und auf der Festplatte für die Nachwelt festgehalten. Um nun die TV-Signale wieder sichtbar zu machen ist die Grafikkarte zuständig.

Welche TV-Karte nun die passende ist, richtig sich erstmal nach der Empfangsart:

  • per Kabel
    • analog - man nehme die Analogen TV-Karten - bevorzugt die mit Hardware-Encoder, sie werden besser von den HPC-Oberflächen unterstützt und machen weniger Probleme
    • für digital sind DVB-C-Karten predestiniert
  • per Satellit digital bitte DVB-S und DVB-S2 beachten
  • und für das neue Überallfernsehen nennen sich die Karten DVB-T

Es gibt noch die Hybrid-Karten, die mehrere Empfangsarten unterstützen.
Die Dual-Tuner-Karten haben zwei Tuner für ein Empfangssignal (zB DVB-T oder DVB-S oder Kabel-analog) die somit auch mehrere Sendungen gleichzeitig aufnehmen können.

Aus vergangenen Zeiten gibt es noch Spezialkarten für analogen SAT-Empfang. Allerdings unterstützt nur die herstellereigene Software diese Karten und ist nicht mit den modernen HTPC-Oberflächen kompatibel.
Wer also noch einen analogen SAT-Empfang hat, der sollte sich über einen Umstieg auf Digital (DVB) ernsthaft Gedanken machen. Über 1000 Sender, na das ist doch was ... ;-)

Nun steht schonmal die Entscheidung fest, welche Art von TV-Karte man benötigt.

Aber welche sucht man sich nun aus der Fülle der Angebote aus? Nicht jeder möchte Betatester im eigenen Haus sein und eine Karte nach der anderen ausprobieren bis alles flüssig und zufriedenstellend läuft.
Wie jeder sicherlich aus dem PC-Alltag kennt, gibt es bei der Zusammenarbeit Hardware-Software nicht immer nur Eitel-Sonnenschein.
Aus diesem Grund hat sich in letzter Zeit ein Grundsatz etabliert mit dem man sicherlich gut fahren kann:

Man suche sich die passende TV-Karte nach der zu verwendenen Software aus! Und nicht umgekehrt!

Die Schnittstelle Mensch-Maschine ist nun mal die Bedienoberfläche des HTPCs. Und damit möchte man täglich arbeiten. Was wäre schlimmer wenn das Lieblingsprogramm zur Steuerung meines HTPCs nicht mit meiner (vorschnell und achsobilligen) gekauften TV-Karte nicht zusammenarbeitet? Das wär ein Graus !!!

Also der Tip des Tages:
Zuerst sucht mach sich die HTPC Software aus, mit der man seinen HTPC bedienen möchte. Dann schaut man sich die Kompatibilitätslisten an und entscheidet sich dann für die perfekte TV-Karte die dann auch super unterstützt wird.
Und schon kann einem ungetrübten HTPC-Genuss nichts mehr im Wege stehen.

Natürlich ist es schwierig die Oberflächen auszuprobieren, wenn noch keine TV-Karte im PC steckt. Da beist sich der Hund in den Schwanz...
Aber ein Blick auf schon fertiggestellte Userprojekte kann einem schon Anhaltspunkte liefern.
Und wer dann noch die Kompatibilitätslisten der meistgenutzten HTPC-Oberflächen durchsucht, wird dann schon ohne Probleme zum Ziel kommen.

Hier mal eine kleine Liste der Kompatibilitätslisten:


Und jetzt kommt die Übersicht der TV-Karten für die unterschiedlichsten Empfangsarten (Erweiterung ist erwünscht):

Inhaltsverzeichnis

Analog

Der analoge Empfang der TV-Sender wird uns wohl noch bis 2010 (laut EU 2012) begleiten. Es gibt 3 Übertragungswege: Hausantenne, Kabel und Satellit. Antenne und Kabelfernsehen können (fast)alle analogen Karten. Für Satellitenempfang benötigt man entweder einen externen Receiver oder eine analoge Satellitenkarte. Es wird unterschieden zwischen einfachen TV-Karten ohne Hardware-Encoder und TV-Karten mit Hardware-Encoder und Spezialkarten.

Analog ohne Hardware Encoder

Als Auswahl für diese 'einfachen' TV-Karten wären z.B. folgende Kandidaten:

  • Hauppauge WinTV PCI - Chipsatz BT848/878
  • Pinnacle PCTV / PCTVpro - Chipsatz BT848/878
  • KNCone - Chipsatz BT848/878
  • und weitere TV-Karten die auf diesem Chip basieren

Diese Karten empfangen das TV-Signal und leiten es als unbearbeitetes Signal an die TV-Kartensoftware weiter. Diese Software sollte nun mit Hilfe der CPU diesen Stream in Echtzeit in ein platzsparendes Format umwandeln. Dazu werden die im System verankerten Codec verwendet (zB MPEG, DivX, und weitere). Da diese Umwandlung je nach Codec sehr rechenaufwändig ist, muss die CPU auch entsprechend leistungsfähig sein. Allerdings hat man hiermit die Möglichkeit, das Speicherformat und die Kompression selber zu beeinflussen.

Analog mit Hardware Encoder

Die Auswahl bei den TV-Karten mit Hardware-Encoder ist sehr übersichtich:

  • AVerMedia AVerTV PVR PCI
  • Hauppauge PVR150
  • Hauppauge PVR150 MCE - wird inzwischen nicht nur in Verbindung mit Windows MCE vertrieben - Link siehe oben
  • Hauppauge PVR150 MCE l.p. - Die MCE150er als LowProfile-Karte
  • Hauppauge PVR250 - wie 150 aber mit Scriptfunktionen für Videotext
  • Hauppauge PVR250 MCE - wird in Verbindung mit Windows MCE vertrieben
  • Hauppauge PVR350 - wie die 250, zusätzlich noch mit FM-Tuner (Radio) und Decoder zur Ausgabe der MPEG-Filme über den eigenen TV-Out (allerdings ohne Desktop-Ausgabe)
  • Hauppauge PVR500 MCE - Doppeltuner- und Radio-Karte, kann unter Windows MCE oder auch mit anderen HTPC-Oberflächen betrieben werden.
  • Hauppauge PVR-USB2 - Die portable PVR-Lösung

Alle Hauppauge PVR-Lösungen die die MCE-Kennung besitzen, haben zusätzlich noch einen FM-Tuner auf der Karte.


Im Unterschied zu den 'einfachen' TV-Karten verarbeiten die TV-Karten mit Hardware-Encoder den empfangene TV-Stream direkt und in Echtzeit auf der Karte (in Hardware) in ein MPEG-Format. Dadurch wird der Prozessor nicht belastet. Man kann die Bitrate des MPEG-Codecs einstellen. Allerdings muss eine Konvertierung zu DivX/XviD oder ähnlichen Codecs weiterhin nachträglich erfolgen.

Spezialkarten für analogen Satellitenempfang

Für analogen Satellitenempfang gibt es spezielle Karten. Diese werden jedoch nicht mehr hergestellt und sind somit nur noch auf dem Gebrauchtmarkt (z.B. ebay) zu bekommen. Die verbreiteste dürfte die Technisat Mediafocus (mit ADR (Astra Digital Radio) Empfang) und MediaFocus II sein. Andere Karten findet man eigentlich nicht. Allerding existieren für die Mediafocus nur Treiber für Win95/98/98SE/ME und Linux. Weitere Infos:

Hybrid (Analog+DVB)

Eine Mischung aus beiden Empfangsarten: analog und digital. Achtung! Die Hybridkarten können (meisst?) nicht gleichzeitig analoges und digitales TV empfangen.

Analog + DVB-C

  • Hauppauge WinTV-Nexus CA - Empfang von analogen und digitalen Programmen aus dem Kabelnetz - Aufzeichnung von digitalen TV-Programmen, aber keine Aufnahme von analogen Sendern!

Analog + DVB-S

  • Medion TriHybrid Analog/DVB-S/DVB-T - bisher nur in den Aldi-Medion-PCs eingebaut

Analog + DVB-T

Analog + DVB-T + DVB-S/DVB-S2

  • Pinnacle PCTV 7010iX, Flyer 6-in-1 TV Tuner-Karte mit 2 DVB-S, 2 kombinierte DVB-T/Analog TV Tuner (Hybrid Tuner) und zusaetzlich Stereo UKW-Radio Funktion. Lieferbar ab Juni 2006 allerdings wohl nur voreingebaut in Media-Center-PCs bei Media Markt.

DVB

Für die Übertragung (DVB = Digital Video Broadcasting) des digitalen TV Signals (MPEG 2 Stream) kann zzt einer von 3 Übertragungswege gewählt werden (DVB-C, S, T). Bei den DVB Karten muss man zwischen den Full-featured (mit MPEG-Decoder) und den Budget Karten (ohne Hardware MPEG-Decoder) unterscheiden. Hat der Prozessor genügend Leistung so kann man die MPEG Decodierung auch softwarebasiert durchführen lassen, da die Budget Karten preislich attraktiver (<100EUR) sind.

DVB-C

Diese Übertragungsmedium (Kabel) bietet zwar die unempfindlichste der 3 digitalen Übertragungen an, aber sie hat einen sehr entscheidenden Nachteil: die monatlichen Kosten der Kabelanbieter! Folgende DVB-C Karten gibt es im Markt:

Weitere Links

Digitales Fernsehen/Radio via Kabel Kabel Deutschland

DVB-S

Zum Empfang von digitalem Fernsehen per Satellit (meisst Astra oder Hotbird) wird eine DVB-S Karte und natürlich ein Sat-Spiegel (inkl. LNB) benötigt. Somit können über 1000 TV- und Radio-Programme empfangen werden. Ausserdem besteht die Möglichkeit auch Daten (T-DSL, IP-Radio, etc.) über Satellit zu empfangen. Die mitgelieferte Software entspricht meisst nicht den gewuenschten Anforderungen, kann aber leicht durch eine andere kostenlose TV Software ersetzt werden.

Weiterführende Links

DVB-S2

Das neue Übertragungsformat verwendet den resourcenhungrigeren MPEG4/H.264/AVC Codec anstelle von MPEG-2 bei DVB-S und erfordert somit neue Karten.

  • Pinnacle PCTV Sat HDTV Pro USB - USB-PCTV für DVB-S2, ab 138 EUR, baugleich mit Technotrend TT-Connect S2-3600, "Kurz vorgestellt" in c't 2006/26 S.75: CPU-Last des Testrechners (Athlon 64 X2 3800+ / Nvidia Geforce 7800 GT): 80% [simple Aktionen überlasten das System => Ruckler!]
  • Technisat SkyStar HD (baugleich mit Technotrend TT-budget S2-3200) vorbereitet fuer die Aufnahme eines CI-Slot und kann somit ab 2007 fuer Pay-TV genutzt werden, ab 105 EUR
  • Technotrend TT-connect S2-3650 CI externe USB 2.0 Box mit CI Slot wird voraussichtlich ab April 2007 in den Handel kommen

weiterführende Links

DVB-T

Das Überall-Fernsehen ersetzt ab 2003 nach und nach die analoge Übertragung.
Die Umstellung soll laut Landesrundfunkgesetz bis 2010 abgeschlossen sein.
Welcher Landstrich in Deutschland bereits mit DVB-T abgedeckt ist, findet man auf den Seiten von Überallfernsehen.de

weiterführende Links

Senderliste