Lüfter

Aus HTPC-News Wiki
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Obwohl passive Kühlung bei vielen HTPC das Ziel ist so sind so gut wie keine Mainboards oder CPUs darauf ausgelegt. Jemand der rein passiv kühlt und keinerlei Lüfter einsetzt sollte sich klar sein das dies wahrscheinlich zu einer Verringerung der Lebensdauer seiner Komponenten führt.

Während CPUs thermisch meist sehr hoch belastet werden können, ist dies bei den auf den Mainboards eingesetzten Kondensatoren oder auch den im Gehäuse verbauten Festplatten meist nicht der Fall.

Durch geschickte Anordnung der Komponenten kann jedoch mit einem Minimum an Lüftern ein Maximum an Geräuschvermeidung betrieben werden. In Tower Gehäusen mag auch durch die richtige Auswahl des Gehäuses und CPU Kühlers mit Hilfe von Konvektion eine ausreichende Kühlung erreicht werden.


Lüftergeräusche entstehen meist durch die Drehzahl des Lüfters und/oder durch die bewegte Luftmenge die Windgeräusche an Kanten im Gehäuse oder an den Lüfterschaufeln selbst erzeugt.

Lärmvermeidung bei Lüftern erfolgt meist durch ein Herunterregeln des Lüfters. Allerdings sind die meisten Lüfter darauf ausgelegt mit einer bestimmten Spannung betrieben zu werden. Ein Undervolten des Lüfters kann dazu führen, dass er nicht anläuft (oder später im Betrieb nach einiger Zeit nicht mehr anläuft), oder das er zB. anfängt zu klackern. Hinzu kommt dass der Luftdurchsatz durch die Verringerung der Drehzahl sinkt.

Die zweite Methode ist einen großen Lüfter zu benutzen der naturgemäß bei geringerer Drehzahl einen höheren Luftdurchsatz hat.

Beliebte aber auch teure Lüfter sind die von Papst. Für den HTPC kommen dabei vor allem der Papst 8412 N/2GLE bzw. Papst 8412 NGLLE (8cm) und der Papst 4412 F/2GLL (12cm) in Frage. Wer es noch ein bisschen teurer mag greift zu Verax Lüftern.


Warum sind zwei sehr leise Lüfter nicht genauso leise wie einer?

oder warum ist 20+20=23?

Die Problematik bei luftgekühlten Systemen ist ja bekanntlich die Laustärke bzw die Windgeräusche der Lüfter.

Also ist man als HTPC-Bauer bemüht, die leisesten Lüfter einzusetzen (zur Not auch mit reduzierten Spannungen) um so die Geräuschkulisse herabzusetzen. Hat man den optimalen Lüfter gefunden und im geschlossenen System ist er nicht einmal zu hören, könnte man ja meinen:
Ok, jetzt hab ich einen leisen Lüfter, davon bau ich mir noch drei weitere ein, damit der Luftzug etwas kräftiger wird.
Aber was muss man dann als Ergebnis hören? Richtig, ein Geräusch das von den Lüftern herrührt.

Aber warum nun das? Leise + leise + leise = laut? Wie passt das zusammen?

SnugOmatic aus dem Forum hat da eine sehr schöne Formel beschrieben, mit der man die Summe der Lautstärke der einzelnen Lüfter berechnen kann.


2 Lüfter mit z.B. 20dB haben zusammen weder 20 noch 40dB, sondern 23dB. Im Allegmeinen sind 2 gleichartige Schallquellen immer um 3dB lauter als eine.

Der dB-Wert berechnet sich immer aus dem Schalldruck. Einen Lüfter mit 0dB kann es nicht geben, da der auch keine Luft fördern würde.


Nehmen wir uns jetzt 100 für das menschliche Ohr kaum hörbare Lüfter, also z.B. 100 Lüfter mit 15dB. In der Summe sind das dann:

dB = 10 log (10^(dB1/10)+10^(dB2/10)+...+10^(dBn/10))
dB = gesuchter dB-Wert
dBn = dB-Wert eines Lüfters , 1 < n < 100

Da alle Lüfter gleich sind ergibt sich:
dB = 10 log (n*10^(15/10)) = 10 log (n) + 10 log(10^(15/10)) = 35 dB

100 Lüfter mit 15dB sind also in der Summe mit 35dB durchaus hörbar.
1000 Lüfter machen dann nur 10dB mehr, wie man leicht am ersten term erkennen kann.

Wie man deutlich sieht und errechnen kann, ist 2xleise eben doch laut, bzw lauter ;-)

Ein Effekt, der wesentlich störender ist, sind sogenannte Schwebungen. Hat man zwei oder mehr Lüfter im System die etwa mit der gleichen Drehzahl laufen, dann ergibst dies ein Geräusch aus der geringen Differenz der Drehzahlen, was sich durchaus in einem nervigen Brummen manifestieren kann.

Lüftersteuerungen

kurze Links für versch. Lüftersteuerungen:

Weiterführende Links