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Deutsche Telekom Drosselung der Geschwindigkeit ab einem bestimmten Volumen

Erstellt von ashopedies, 23.04.2013, 07:32 Uhr · 20 Antworten · 13.426 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von ashopedies

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    Deutsche Telekom Drosselung der Geschwindigkeit ab einem bestimmten Volumen

    Vermutlich habt ihr die Nachricht bereits gehört, gelesen, gesehen. Voraussichtlich ab 2016 wird die Telekom diese Geschwindigkeit ab einem bestimmten Volumen drosseln. Soll aber "nur" für Neukunden gelten.

    Es stehen folgende Volumen-Werte im Raum:


    • bei einer bis 16k Leitung 75GB Volumen
    • bis 50k Leitung 200GB Volumen
    • bis 100k Leitung 300GB Volumen
    • bis 200k Leitung 400GB Volumen


    Danach wird gedrosselt. Und das richtig. Und zwar auf die geringstmögliche DSL-Geschwindigkeit von 384kbit/s!!!! Damit lässt sich nicht mal mehr vernünftig surfen heutzutage. Ausgenommen werden die Telekomeigenen Dienste wie T-Entertain und VoIP. Begründet wird es wegen dem raschen Zuwachs an Datenverkehr im Internet. Man müsse den Ausbau ja auch finanzieren können. Und wer nach der Drosselung wieder schneller surfen können möchte, darf natürlich gerne nochmals den Geldbeutel öffnen und sich neues Datenvolumen hinzubuchen. Innovation sieht anders aus!!!

    Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von alROD

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    Naja, Drosselung ist eine harte Maßnahme. Aber wenn ich mal ehrlich bin, auch mit drei Rechnern pro Monat, die komplett alle Updates ziehen, Youtube und allem anderen bin ich immer noch bei 30 GB Volumen im Monat. Und Michis Homeoffice ist da auch schon mit drin.

  4. #3
    masterkey
    Benutzerbild von masterkey
    Aus wirtschaftlicher Perspektive kann ich den Schritt gut verstehen. Denn der Ausbau der Netzinfrastruktur kostet natürlich auch entsprechend viel Geld. Man darf dabei ja auch nicht die Innovationen der letzten (sagen wir) 10 Jahre vergessen. Vom Modem mit 56k über ISDN bis hin zu den ersten DSL Anschlüssen und den nun zur Verfügung stehenden Bandbreiten hat die Telko-Branche natürlich schon einige Innovationen auf den Markt geworfen.

    Allerdings muss man auch dagegen halten, dass die Netzinfrastruktur bereits seit vielen Jahren durch unsere Steuergelder ausgebaut, gewartet und verbessert wird. Das Netz, wie die Telekom es damals von der Deutschen Post übernommen hat, wurde bereits komplett durch die Steuerzahler bezahlt. Das Netz gehört also eigentlich den Steuerzahlern.

    Was bleiben sind die Kosten seit der Privatisierung der Telekom. Dagegen können die Einnahmen durch die (teuren) laufenden Verträge zzgl. der Einnahmen durch die Vermietung der Leitung an andere Carrier gerechnet werden. Ich schätze die Telekom schneidet bei dem Vergleich ziemlich gut ab. Diesen Bonus will sich die Telekom jetzt aber auch sichern, was rein wirtschaftlich durchaus verständlich ist. Die Telekom ist nach der Gesundschrumpfung nun wieder ein sehr gesundes Unternehmen. Die Kehrtwende scheint geschafft zu sein. Die Kosten für DSL-Anschlüsse sind mittlerweile auch auf einem akzeptablen Niveau. Für die Telekom bietet sich jetzt die Gelegenheit ihre Vormachtstellung (durch die einstige Monopolstellung) auszunutzen, da alle Carrier (wahrscheinlich) auch gezwungen werden, die Bandbreite nach einem gewissen Volumen zu drosseln oder mehr zu bezahlen. So hat die Telekom insgesamt deutlich mehr Einnahmen und der Reputationsverlust ist gering, weil andere Telko-Unternehmen früher oder später nachziehen werden (müssen).

    Aus Kundensicht stellt das erstmal einen Einschnitt in die Netzfreiheit dar. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass die angesetzten Grenzen relativ hoch sind und Normalnutzer davon wenig betroffen sein sollten. Lediglich die Vielnutzer werden die Begrenzung zu spüren bekommen.

    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Personen mit hoher Nutzung auch entsprechend mehr zahlen sollten als solche mit geringer Nutzung. Bislang war dies häufig durch die Bandbreite geregelt. Ein Vielnutzer holt sich halt eine 50 MBit Leitung, während ein Wenignutzer mit 8 MBit zufrieden ist. Durch die weitere Bereitstellung hoher Bandbreiten für alle, fällt dieser Punkt jedoch weg. Es gibt doch kaum noch Tarife unter 16 MBit. Deshalb bin ich mit begrenzten Volumina soweit einverstanden. Aber: Dies sollte nicht die Einführung der Daumenschrauben sein, welche jedes Jahr enger gezogen wird. Außerdem müssten die Grenzen angepasst werden, wenn immer mehr Geräte des täglichen Bedarfs Internettraffic verursachen (wie Kühlschränke, Heizungsanlage, usw.).

  5. #4
    Benutzerbild von alROD

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    Ein sehr guter Beitrag, Danke!

  6. #5
    fax
    Benutzerbild von fax

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    Zitat Zitat von masterkey Beitrag anzeigen
    Aus Kundensicht stellt das erstmal einen Einschnitt in die Netzfreiheit dar. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass die angesetzten Grenzen relativ hoch sind und Normalnutzer davon wenig betroffen sein sollten. Lediglich die Vielnutzer werden die Begrenzung zu spüren bekommen.
    Im Heise Forum hat jemand vorgerechnet, dass die Grenzen bei den vier Geschwindigkeiten nach 4 - 16 Stunden erreicht sind. Das finde ich keine relativ hohe Grenze. Oder anders gesagt, wer zahlt schon für eine 200 Gbps Leitung, wenn diese nach vier Stunden leergelutscht ist?

  7. #6
    Benutzerbild von ashopedies

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    Fax, das sind aber schon Milchmädchenrechnungen. Die wenigsten werden das komplette Volumen am Stück verbrauchen. Und wenn doch, dann muss man sich die Frage stellen für was! Ich nehme stark an, dass es sich um Leute handelt, die illegale Downloads am Laufen haben. Zumindest zum aktuellen Zeitpunkt. Aber nur eine reine Vermutung.

    Wenn man sich aber anschaut, wie die Cloud-Dienste angeprießen werden. Streamingportale wie watchever sich durchsetzen. Dann wird's aber ruck zuck dünn mit dem Datenvolumen. Einerseits sollen sich u.a. die von mir genannten Dienste sich durchsetzen. In dieser Hinsicht ist eine Drosselung absolut konträr. Man kann diesen Gedanken weiterspinnen. Die Telekom könnte ihre Cloud aus dem Volumen herausnehmen. Für andere Cloudlösungen aber den Verkehr zählen. Ich denke, ihr merkt in welche Richtung diese Gedanken gehen.

    Von mir aus können sie gerne drosseln. Aber doch bitte nicht auf eine Geschwindigkeit, mit der man heutzutage nicht mehr vernünftig surfen kann. Aber das weiß der gemeine BWL-Student auch. Und das ist das einzige Druckmittel, um die Geldbeutel der Kunden zu öffnen.

    Ich finde, dass läuft definitiv in die falsche Richtung.

  8. #7
    fax
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    Zitat Zitat von ashopedies Beitrag anzeigen
    Fax, das sind aber schon Milchmädchenrechnungen. Die wenigsten werden das komplette Volumen am Stück verbrauchen.
    Sehe ich zwar auch so und ich persönlich bin mit 10 Mb/s gut bedient, aber wer für 200 Mb/s zahlt, der kann m.E. schon erwarten, dass er das länger als 4 Stunden im Monat ausreizen kann.

  9. #8
    Benutzerbild von ashopedies

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    Da hast du allerdings auch wieder recht. Wenn man sich die 4 Stunden auf den kompletten Monat anschaut. Traurige Entwicklung....

  10. #9
    masterkey
    Benutzerbild von masterkey
    wer sich eine 200er Leitung ins Haus holt und diese innerhalb von 4 Stunden leer lutscht sollte mir doch bitte mal die Anwendungsfälle zeigen. Da handelt es sich entweder um Firmen, die sowieso andere Vertragsdetails haben oder wie oben bereits erwähnt für illegale Downloads im großen Stil. Ich kann nur sagen, dass uch mit ca. 30 GB per Monat auskomme und ich bin sicherlich jemand, der viel im Netz unterwegs ist, Cloud Dienste nutzt und online zockt.

  11. #10
    fax
    Benutzerbild von fax

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    Och, da fallen mir schon ein paar Sachen ein: Backups der kompletten Nutzerdaten in der Cloud (bei meinem Handy war ein 50 GB Dropbox Konto mit dabei), mal "schnell" die 1000 Fotos vom letzten Urlaub runter- bzw. raufladen (ein Bild im RAW Format ist bei mir mind. 10 MB, sind also 10-15 GB), HD Filme in die Cloud schieben, so dass ich kein lokales NAS brauche. Reizvoll wäre auch, zu Hause praktisch nur noch dumme Terminals zu haben und den Rest über spezialisierte VMs zu machen, die man z.B. per Remote Desktop fernsteuert. Mit 200 Gb/s werden so manche Sachen möglich, an die man bisher gar nicht gedacht hat.

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