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Lautloser HTPC - Heatpipe - Netzteil passiv umgebaut

Erstellt von akamia, 18.08.2005, 22:56 Uhr · 1 Antwort · 11.388 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von akamia

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    Lautloser HTPC - Heatpipe - Netzteil passiv umgebaut

    Hallo Ihr HTPC-Verrückten,

    lang, lang ist es her. Mein HTPC ist seit über einem Jahr im täglichen Einsatz und läuft bisher ohne Probleme - auch das Netzteil.

    Eigentlich wollte ich das Projekt früher veröffentlichen ... Aber mangels Webspace und einiger kontroversen Diskussionen - bis extrem kritischen Anmerkungen zu meinem Passiv-Netzteilumbau (schon veröffentlich) - konnte ich meinen Eifer bisher in Grenzen halten.

    Warum lautlos?
    Nun, der WAF (Women Acceptance Factor) spielte die entscheidende Rolle, da der HTPC im Wohnzimmer steht.

    Design
    Eigenentwicklung mit Klappvorrichtung - es sind nur das Display und zwei Bulgin-Schalter so sehen. Die Höhe von 16 cm ist für zwei 5 1/4 Zoll Gehäuse notwendig, da hinter dem Display ein RAID 5 mit 4 Festplatten Platz haben muss. Derzeit verwende ich zwei Festplatten. Gerne wäre ich mit 10cm Höhe ausgekommen. Boden und Abdeckung bestehen aus Lochblechen, damit die Wärme von allen Bauteilen auch ohne Lüfter entweichen kann.

    Verarbeitung
    Alle Bohrungen, Sacklöcher, Gewinde, etc. sind Hand-Made. Die Ausschnitte in den beiden Frontplatten und der Rückplatte wurden konventionell mit der "viele Löcherbohrtechnik" vorbereitet, anschließend gefeilt. Später stand eine selbstgebaute Fräse (stabiler Bohrständer, X/Y-Tisch und Metabo Oberfräse) zur Glättung der Kanten zur Verfügung.

    Zeiten
    Planung: ca. 40 Stunden (verteilt über ein halbes Jahr)
    Herstellung: ca. 200 Stunden (verteilt über ein halbes Jahr)
    Fertigstellung: Februar 2004

    Kosten
    Gehäuse: ca. 500€
    Werkzeug: ca. 300€

    Hardware
    Gehäuse: b = 435 mm, h = 162 mm, t = 420 mm,
    Netzteil: Enermax 465, Umbau auf Passiv-Kühlung (nur für Fachleute - 230V !!!)

    Motherboard: Asus P4PE, 1 G RAM
    Prozessor: Pentium 4 - 2,4 GHz
    CPU Kühler: Shuttle vierfach Heatpipe auf Rippenkühlkörper



    Grafik: ATI 7000 (warte auf HDTV)
    TV: WinTV (analog)
    SAT: SkyStar 2 (digital)

    Festplatte 1: 3.5" Samsung 160GB 5400 U/min, ATA
    Festplatte 2: 3.5" Samsung 160GB 7200 U/min, S-ATA

    Taster 1: Bulgin Blau (Power, Power LED - nicht STANDBY)
    Taster 2: Bulgin Rot (Reset, Festplatten Zugriff)
    Taster 3: Bulgin Gelb (für Internet geplant)

    Fernbedienung: IR-Trans, PDA, PRONTO
    VFD-Display: Noritake 800A (6 Zeilen)
    Tastatur: Siemens Funk mit integriertem Touchpad (wie vom Notebook)

    Sonstiges:
    + DAT-Laufwerk
    + Netzsteckdose wird über Standby und Relais geschaltet (alle Peripherie-Geräte)
    + Frontbuchsen: RS232 (sehr wichtig), 2x RJ45, 2x FireWire, 2x USB
    + Es wird ausschließlich der S3-Mode (Suspend to RAM) genutzt, Strombedarf im S3: 4,8 Watt - ca. 8 Sek. zum Aufwachen
    + Vier Benutzer eingerichtet
    + Schalter zur Steuerung Relais: Monitor, Drucker, Scanner im Standby-Mode stromlos
    + Buchse mit 12V und 5V für Keyboard oder externe Festplatte
    + Alter Schlüsselschalter
    + Eingebauter Switch

    Software
    + Win XP Pro
    + River Media, WinAMP, MediaPortal, DScaler
    + Netremote, Girder, (für Pronto und PDA)
    + ProjectX, Cuttermaran

    Temperaturen
    + IDLE: 45 Grad Celsius
    + Volllast: 55 Grad Celsius (die 60 Grad Marke (MBM) wurde noch nicht überschritten)

    Todo
    + Winter 2007: Neues Mainboard, neuer Prozessor, 7"-TFT mit Touch, etc.
    + Schriftzug "myHTPC" in Gold

    Bilder






































































    Hinweis
    Der Umbau eines Netzteils darf nur von einem erfahrenen Fachmann mit passender Ausbildung vorgenommen werden. Im Primärteil des Netzteils liegen an den meisten Bauteilen 230 Volt (tödlich) an. Es müssen viele Bauteile direkt gekühlt werden. Die Drosseln auf der Sekundärseite werden sehr warm - hier muss mindestens auf Konvektionskühlung geachtet werden.


    Danke
    Viele Anregungen kommen aus diesem Board. Ohne Eure Mithilfe wäre das Projekt nicht denkbar gewesen - auch wenn ich wenig geschieben habe. Ein Dank gilt aber auch den Mitglieder im Beisammen-Board und einigen wenigen, die ein Netzteil mit Wasserkühlung gebaut haben. Mein Ansatz war ganz auf Wasser zu verzichten ...

    Also herzlichen Dank und weiter so ...

    akamia

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Fuchks

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    Wow, nettes Teil, aber keine 60°C unter Volllast? Kann ich mir gar nicht vorstellen, meine Kiste verbrät weit weniger Leistung und kommt locker an die 50°C Case-Temp und knapp 60°C CPU-Temp und das bei einer Leistungsaufnahme von max. etwa 80W.
    Der NT-Umbau ist ja mittlerweile Standard, sofern das Fachgerecht ausgeführt ist, sollte es da keine Bedenken geben, nur ein Hinweis an alle Selbstbauer über die Gefahren gehört immer dazu!

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