Seite 1 von 13 12311 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 124

FAQ: Abschätzung der benötigten CPU-Leistung

Erstellt von oneSTone o2o, 07.10.2003, 23:14 Uhr · 123 Antworten · 69.268 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von oneSTone o2o

    Registriert seit
    12.12.2002
    Beiträge
    4.322

    FAQ: Abschätzung der benötigten CPU-Leistung

    Da sich die Fragen zu diesem Thema immer wieder wiederholen, mache ich mir mal die Mühe und gebe ein paar Anhaltspunkte.

    Intel, AMD oder VIA?

    Dies ist eine grundsätzlich wichtige Frage, die man anhand der benötigten Leistung, persönlichen Preferenzen und anhand des geplanten Mainboards beantworten muss.

    Intel:

    Die Auswahl ist sehr groß:

    (Pentium I und II überspringe ich mal großzügig...)

    Pentium III und Celeron für FCPGA-Sockel - sind eigentlich veraltet, aber wegen dem niedrigen Stromverbrauch und der teilweise guten Übertaktungsfähigkeiten noch recht beliebt. Maximal 1.4 GHz sind je nach Modell machbar, auch Original ohne zu übertakten. Falls man so eine CPU noch hat, kann sie ab einer bestimmten Taktfrequenz für einen HTPC durchaus Sinn machen. Aber eine Neuanschaffung einer solchen CPU und passendem Mainboard sollte man nicht mehr ins Auge fassen.

    Pentium 4 und Celeron für Sockel 478. Hier muss auch noch die FSB-Taktfrequenz unterschieden werden, nach der dann auch die Auswahl des passenden Mainboards erfolgt. Den Celeron gibt es bisher nur für FSB 400 und er ist von 1.5 bis 2.7 GHz erhältlich. Bis 2 GHz wird der Willamette-Kern verwendet, der mehr Strom braucht, als der Northwoodkern ab 2 GHz aufwärts. Ein 1.7 GHz Celeron kann deswegen schonmal wärmer werden als ein 2.0 Celeron. Den Pentium 4 gibt es ab 1.5 Ghz rauf bis derzeit 3.2 GHz mit unteschiedlichen Cores, Willamette bis 2.0 GHz und FSB 400, der Northwood geht ab 2 Ghz los und es gibt ihn wahlweise auch mit FSB 533. Der Pentium 4 3.06 (FSB 533) ist mit Hyperthreading ausgestattet, wodurch das Betriebssstem 2 CPUs erkennen kann (nur Windows 2000, XP und Linux), was sich mit angepassten Programmen leistungssteigerndwirken kann. Den Pentium 4 gibts als Northwood auch mit FSB 800, und zwar von 2.4 bis 3.2 GHz, diese haben auch Hyperthreading. Einige Freaks schaffen es schon, den Pentium 4 mit entsprechenden Maßnahmen bis auf 4 GHz raufzutreiben. Ende des Jahres wird es dann auch den Prescott-Kern im Pentium 4 geben. Genauere Daten hierzu sind noch nicht offiziell bekannt.

    Der Pentium 4 ist nicht Dual-Prozessor tauglich, aber dafür gibts den XEON DP, welcher praktisch eine um Dualprozessor-fähigkeiten erweiterter Pentium 4 ist. Der Sockel für denXEON heist Sockel 603 (FSB 400) und Sockel 604 (FSB 533). Der XEON MP ist für Systeme mit bis zu 8 CPUs gedacht. Den XEON DP und den XEON MP gibts auch mit zusätzlichem 1 MB großem L3-Cache! Alle XEONs sind für HTPCs eher uninteressant - ausser vielleicht einer: Der Pentium 4 Extreme Edition - ja richtig - das ist einabgespeckter XEON MP, auf 3.2 GHz raufgetrieben mit L3-Cache! Dieser Extremkollege passt in jedes Sockel 478-Mainboard mit FSB 800. Nächstes Jahr sind XEONs mit Prescott-ähnlichem Kern und FSb 667 oder (spekulation!!!) FSB 800 zu erwarten, mal sehen.

    AMD

    Hier ist die Auswahl noch größer:

    K6, K6-2, K6-III für Sockel 7, die gab es bis 550 MHz.

    Den Athlon gibts ab 500 MHz bis 1 GHz im Slot A. Diese CPUs brauchen viel Platz auf dem Mainboard. Da en HTPC eigentlich kompakt sein sollte, ist so eine CPU mehr oder weniger nur eine Notlösung. Mit dem Sockel A hat man dann schon mehr Auswahl: Athlon, Athlon XP und verschiedene Durons. Los gehts soweit ich mich noch erinnere ab 750 MHz mit FSB 200 (100 Mhz DDR). Als nächster Schritt folgte FSB 233, dann 333 und aktuell 400 und ein PR von 3200+ beim Athlon XP und 1700+ beim Duron. Das PR (Performance-Rating ist laut AMD beim Athlon XP und beim Duron ein Vergleich, der angibt, wie hoch die Taktfrequenz eines Ur-Athlons sein müsste, um genauso schnell zu sein. In wirklichkeit sind die Athlon XP aber niedriger getaktet (z.B. XP 2100+ mit 1700 MHz) und holen die Performance aus internen Optimierungen, die den Befehlsdurchsatz pro Takt erhöhen. Die Übertaktungsmöglichkeiten des Athlon XP und Durons sind bei aktuellen, aber langsammeren Modellen recht gut, reichen aber meist nicht weiter als bis zum zeitgenössigen Spitzenmodell (z.B. derzeit XP 3200+), das zu seiner Zeit jeweilige Spitzenmodell (z.B.aktuell XP 3200+) ist normalerweise nur schwer übertaktbar. Der Untgerschied zwischen Athlon und Duron ist, dass es den Athlon (XP) mit 256 oder gar 512 kB L2 Cachde gibt, der Duron hat aber immer nur 128 kB.

    Die Kühlung von Athloin XP CPUs ist ein leidiges Thema, zum einen wegen der gefährlichen Montage des Kühlers wegen dem auf dem Prozessor thronenden ungeschützen Sillizium-DIE, und zum anderen wegen der enormen Hitzeaustrahlung auf dieser kleinen Fläche des DIE.

    Zur Familie der Athlon XP gehören auch noch die Athlon MP Prozessoren. Diese sind lediglich Varianten für Dual-Prozessor-Mainboards und sind für einen HTPC eher irrelevant.

    Athlon 64. Neueste Generation von AMD, es ist ein weiterentwickelter Thunderbird (Athlon XP), der besser optimiert ist, und 64-Bit Erweiterungen hat, und sich im Sockel 754 heimnisch fühlt. Das besondere ist das aus der Chipsatz-Northbridge in die CPU gewanderte Speicherinterface, welches die Speicherperformance dieses Prozessors erhöht. Der Athlon 64 FX ist eigentlich ein Opteron aus der 100 Serie, das heist ein Athlon 64 mit zwei Speicherkanälen, wodurch die Speicherperformance verdoppelt wird. Der echte Opteron hat ausserdem nochmehr Hyapertransportkanäl, so dass man bei der 200 Serie zwei CPUs und bei der 400 Serie bis zu 8 CPUs zusammen schalten kann. Athlon 64 FX und Opteron brauchen teurere registered DIMm Module und brauchen ein Mainboard mit Sockel 940, für den Athlon 64FX soll später auch noch der Sockel 939 nachgereicht werden, der etwas günstigere Mainboards durch die Verwendung von 4-Layer-Platinen ermöglichen soll, der Sockel 940 ist für 6-Layer-Material vorgesehen. Der Opteron ist für einen HTPC überdimensioniert, und soll hier erstmal nicht weiter interessieren. Übertaktuingserfahrungen liegen derzeit noch nicht vor, aber warum auch, hier herrscht wie bei einem Pentium 4 ab 2.8 Ghz aufwert erstmal das Motto "Leistung bis zum Abwinken". mal gespannt wann der erste hier mit einem Athlon 64 (FX) in seinem HTPC auftumpft...

    Die kühlung von Athlon 64, 64FX und Opteron ist dank des wie beim Pentium 4 vorhandennen Heatsspreader leichter als bein Athlon XP/Duron handhabbar.

    VIA

    Hier machen derzeit die C3-Prozessoren mit 550Mhnz bis 1 GHz auf sich aufmerksam. Das besondere an diesen Prozessoren ist, dass sie nur sehr wenig Strom verbrauchen und daher teilweise passiv, oder mit wenig Aufwand auch aktiv zu kühlen sind. Leider ist bei den C3 CPUs unter 1 GHz die Rechenleistung eher vernachlässigbar. Man kann hier eine Rechenleistung eines halb so schnell getakteten Celerons als Vergleichswert ansetzen. Nur der Nehamia mit 1 GHz schliesst in etwa mit einem gleich schnell getakteten Celeron verglichen werden. Die C3 Prozessoren gibt es hauptsächlich auf sogenannten Mini-ITX-Mainboards fest aufgelötet. Diese Mainboards sind für HTPCs mit weniger Ansprüchen durchaus brauchbar.

    Kommen wir zur Leistungsabschätzung, wobei zu beachten ist, dass wie gerade erwähnt bei einer VIA-CPU unter 1 GHz der doppelt Takt zu veranschlagen ist:

    Zuerst die Sachen, die in Echtzeit erfolgen müssen, weil sonst Knackser im Sound, oder gar Ruckeln im Video oder gar längere Aussetzer den Genuß stören. Die Angaben sind als Minimal-taktfrequenz zu verstehen. Wenn gleichzeitig noch andere Sachn auf dem HTPC laufen, dann reicht das so nicht!!!

    MP3: Eine 200 MHz CPU (Achtung VIA!) reicht locker zum abspielen.

    DVD: 550 MHz (Achtung VIA!) reichen gerade so zum gucken, es wird aber dringend ein Hardwaredecoder (Realmagig Hollywood Plus, etc) empfohlen, damit es in komplexen Szenene nicht ruckelt. Ab ca. 700 Mhz (Achtung VIA!) gehts auch ohne Beschleunigerkarte, aber keine anderen Programme gleichzeitig laufen lassen!!!

    DIVX: Bei DivX 3.x reichen zum gucken bei niedriger Bitrate ein 550 MHz (Achtung VIA!) Prozessor, 750 MHz (Achtung VIA!) auch für höhere Bitraten. Ab ca. 1 GHz lauifen alle DivX-Filme ruckelfrei.

    Analog-TV sehen: 200 Mhz (Achtung VIA!) reichen - auch zum unkomprimiert aufnehmen. Ab ca. 1 GHz dürfte auch eine Echtzeitwandlung in MPEG2 für die Aufnahme möglich sein. Ab 1.5 Ghz dürfte auch eine Echtzeitwandlung in DivX/MEG4 zur Aufnahme möglich sein. Bei Verwendung einer TV-Karte mit MPEG2 Encoder (z.B. Hauppauge WinTV PVR 250/350) dürften auch 500 Mhz (Achtung VIA!) oder weniger für MPEG2-Aufnahme reichen. Für Timeshift braucht man ca. ab 1 GHz aufwärts.

    Digital-TV sehen: Mit einer DVB-Karte ohne MPEG2-Decoder (Pinnalce PCTV-SAT, Hauppauge WinTV Nova, etc.) gillt zum TV-gucken das selbe wie bei DVDs abspielen, 700 MHz (Achtung VIA!) sind hier Pflicht, Timeshift ab 1 GHz. Mit einer DVB-Karte mit MPEG2-Decoder (z.B. Hauppauge WinTV DVBs/Nexus und baugleiche von Technotrend, TechniSat, Siemsens, SkyStar...) reiht für all das im Prinzip 200 MHz (Achtung VIA!).

    Beim umkodierem oder encoden gibts keine Minimal-Taktfrequenz, hier gillt lediglich, um so höher der Takt, um so kürzer sind die Wartezeiten. Beim encoden von Audio-CDs nach MP3 erreicht man ab 550 MHz (nicht bei VIA!) Echtzeitkonvertierung einschliesslich CD grabben, ab 700 MHz (Achtung VIA!) kann man in Echtzeit unkomprimiertes Video in MPEG2 wandeln, und ab 1.7 GHz MPEG2 in Echtzeit nach DivX/MPEG4 wandeln. Bei diesen Angaben immer beachten: Ohne dass andere Programme gleichzeitig Rechenleistung brauchen!

    Als Fazit kann man letztendlich zusammenfassen: Für einfache Ansprüche reichen 1 GHz oder gar weniger, mit 2 GHz ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

    So, ich hoffe, dass nun diemeisten Fragen in dieser Richtung beantwortet sind!

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Benutzerbild von Filmfrak

    Registriert seit
    08.07.2003
    Beiträge
    86
    Gute Zusammenfassung! Wie stehts mit dem Stromverbrauch wenn ich nen größeren Chip runtertakte z.B. von 2,6 auf 2,0 GHz, wäre das ne Lösung für rechenintensive HTPCs die trotzdem nicht zu warm werden sollten wegen der Lautstärke zum kühlen?

    Filmfrak

  4. #3
    Benutzerbild von oneSTone o2o

    Registriert seit
    12.12.2002
    Beiträge
    4.322
    Dann kannst du auch gleich den niedriger getakteten Prozessor von diesem Hersteller kaufen, der ist billiger.

  5. #4
    Benutzerbild von LarsAC

    Registriert seit
    14.01.2003
    Beiträge
    2.512

    Re: FAQ: Abschätzung der benötigten CPU-Leistung

    Noch ein paar Kommentare, sollen nicht unbedingt Korrekturen sein...

    Zitat Zitat von oneSTone o2o
    ... und verschiedene Durons. Los gehts soweit ich mich noch erinnere ab 750 MHz mit FSB 200 (100 Mhz DDR).
    In meiner Firewall läuft ein 700er Duron...!?

    Zitat Zitat von oneSTone o2o
    Die Kühlung von Athlon XP CPUs ist ein leidiges Thema, zum einen wegen der gefährlichen Montage des Kühlers wegen dem auf dem Prozessor thronenden ungeschützen Sillizium-DIE, und zum anderen wegen der enormen Hitzeaustrahlung auf dieser kleinen Fläche des DIE.
    Das ist m.E. etwas übertrieben. Ein Problem stellt die Kühlung nicht dar. Die Frage ist, welche Temperatur man erreichen will. Mit vergleichbarem Kühler wird ein Athlon halt ein paar Grad wärmer, was aber weder dem Chip noch der Leistungsfähigkeit einen Abbruch tut.

    Zitat Zitat von oneSTone o2o
    DVD: 550 MHz (Achtung VIA!) reichen gerade so zum gucken, es wird aber dringend ein Hardwaredecoder (Realmagig Hollywood Plus, etc) empfohlen, damit es in komplexen Szenene nicht ruckelt.
    Wobei als Hardwaredecoder auch eine DVB-Karte nach Technotrend-Design herhalten kann (z.B. VDR unter Linux).

    [quote="oneSTone o2o"]
    Ab 1.5 Ghz dürfte auch eine Echtzeitwandlung in DivX/MEG4 zur Aufnahme möglich sein.
    [quote="oneSTone o2o"]
    Wobei das stark von der verwendeten Bitrate abhängt... Mein 2000+ schafft bei 1-pass DivX so grade mal 25fps was etwa PAL entspricht!

    Zitat Zitat von oneSTone o2o
    Analog-TV sehen: 200 Mhz (Achtung VIA!) reichen - auch zum unkomprimiert aufnehmen
    Zitat Zitat von oneSTone o2o
    Bei Verwendung einer TV-Karte mit MPEG2 Encoder (z.B. Hauppauge inTV PVR 250/350) dürften auch 500 Mhz (Achtung VIA!) oder weniger für MPEG2-Aufnahme reichen.
    Ist das nicht ein Widerspruch? Warum hat die CPU bei einer Analog-TV-Karte ohne Encoder soviel weniger zu tun, als bei einer mit Encoder? Da wird doch wohl zum gucken nicht nochmal das encodete Signal dekodiert?

    Zitat Zitat von oneSTone o2o
    Mit einer DVB-Karte mit MPEG2-Decoder (z.B. Hauppauge WinTV DVBs/Nexus und baugleiche von Technotrend, TechniSat, Siemsens, SkyStar...) reicht für all das im Prinzip 200 MHz (Achtung VIA!).
    Dabei verstehe ich nicht, warum eine VIA-CPU da ein Problem haben soll? Der MPEG2-Encoder/Decoder ist doch in Hardware auf der DVB-Karte realisiert... Das sollte kein Problem darstellen.

    Zudem sollte man anmerken, dass man die DVB-Karten mit Encoder (im Moment zumindest unter Linux) auch als Hardwarebeschleuniger in Sachen MPEG2 (SVCD, DVD) nutzen kann, damit also auch mit etwas schwächeren VIA-CPUs die entsprechenden Medien anschauen kann.

    Lars

  6. #5
    Benutzerbild von LarsAC

    Registriert seit
    14.01.2003
    Beiträge
    2.512
    Noch ein grober inhaltlicher Kommentar: Mir ist der größte Teil der Übersicht zu wenig auf den HTPC zugeschnitten. Athlon MP, Athlon 64, Xeon etc. spielen hier keine Rolle. Hätte mir eher noch eine Diskussion in Sachen Takt/VCore/Abwärme gewünscht...

    Vielleicht wird das ja noch ein FAQ.

    Lars

  7. #6
    Benutzerbild von Angel

    Registriert seit
    14.12.2002
    Beiträge
    5.440
    Blog-Einträge
    1
    Ouh, das ist ja nicht nur ne FAQ, sondern ein ganzer Roman
    Ein "Inhaltsverzeichnis" wäre schön, der Übersichtlichkeit halber.
    Und Überschriften mit BBCode kennzeichnen.
    Ansonsten echt super :spezial:

  8. #7
    Benutzerbild von oneSTone o2o

    Registriert seit
    12.12.2002
    Beiträge
    4.322
    Kommt alles noch. Ich werde die Korrekturen und Vorschläge oben die Tage in den Text einarbeiten. Danke für die Hinweise. Der Text ist während X mal DVB-Karte nach TV-Programmen scannen entstanden, ihr seht ja die Uhrzeit...

  9. #8
    Benutzerbild von iagm

    Registriert seit
    14.12.2002
    Beiträge
    366

    Re: FAQ: Abschätzung der benötigten CPU-Leistung

    Zitat Zitat von oneSTone o2o
    ...
    400 und ein PR von 3200+ beim Athlon XP und 1700+ beim Duron. Das PR (Performance-Rating ist laut AMD beim Athlon XP und beim Duron ein Vergleich, der angibt, wie hoch die Taktfrequenz eines Ur-Athlons sein müsste, um genauso schnell zu sein.
    ...
    Gibt das PR nicht eher die Taktfrquenz an, die ein P4 haben müsste, um genauso schnell zu sein? Thunderbird- und Palomino-Athlons liegen doch recht nah beieinander, was die Rechenleistung angeht (nicht aber bei der Wärmeabgabe...).

    Die Durons haben AFAIK offiziell kein PR. Da wird von AMD immer noch die echte Taktfrequenz angegeben. Einige Händler geben da gerne ein PR an, das, so wie ich das sehe, einen Vergleich zum Celeron (Sockel 47 darstellen soll.

    Noch was zur Leistungsübersicht:

    Leider gehen die verscheidenen CPUs was das Verhältnis Rechenleistung zu Taktfrequenz angeht, recht weit auseinander:

    Celeron FCPGA2 (Tualatin) mit 1,1GHz entspricht ungefähr einem Athlon (Thunderbird) 750MHz.

    Auch die Umrechnung P3<->P4 bzw. Celeron (S370)<->Celeron (S47 kann nicht 1:1 erfolgen. Ein P3 dürfte bei gleicher Taktfrequenz schneller sein als ein P4. Ebenso auf der Celeron-Seite. Daraus ergeben sich "Leistungsbereiche", in denen sich die beiden "Welten" (S370<->S47 überschneiden.

    Zu welchem Hersteller und welcher Architektur/CPU passen Deine Angaben in der Übersicht? Was 1GHz bringt, kann ja doch sehr unterschiedlich sein (siehe oben).

    iagm

  10. #9
    Benutzerbild von Angel

    Registriert seit
    14.12.2002
    Beiträge
    5.440
    Blog-Einträge
    1

    Re: FAQ: Abschätzung der benötigten CPU-Leistung

    Zitat Zitat von iagm
    Gibt das PR nicht eher die Taktfrquenz an, die ein P4 haben müsste, um genauso schnell zu sein? Thunderbird- und Palomino-Athlons liegen doch recht nah beieinander, was die Rechenleistung angeht (nicht aber bei der Wärmeabgabe...).
    Doch, das ist schon richtig so. Natürlich ist das inoffiziell der Vergleich mit dem P4, aber das kann AMD ja schlecht zugeben. Die Ur-Athlons sind übrigens nicht die Palomino's, die haben ja auch schon das P-Rating.
    Der Thunderbird ging soweit ich weiß zum Beispiel bis 1.4Ghz, der echte "Ur-Athlon" glaube ich bis 1Ghz (hatte den mal mit 800Mhz, noch als Steckkarte).

    Die Durons haben AFAIK offiziell kein PR. Da wird von AMD immer noch die echte Taktfrequenz angegeben. Einige Händler geben da gerne ein PR an, das, so wie ich das sehe, einen Vergleich zum Celeron (Sockel 47 darstellen soll.
    Die sind ja auch schwächer.

    Übrigens @topic: Ein Link zu der Seite wäre noch ganz nützlich, denke ich.

  11. #10
    Benutzerbild von STSC

    Registriert seit
    08.01.2003
    Beiträge
    1.220
    Hallo,

    noch was zur CPU Auswahl!

    Hardware für DVD, SVCD, DivX, MP3, Aufnehmen, Time-Shifting, Apache Webserver, EMule-Server und ein FTP-Server

    Dafür gibt es 2 Möglichkeiten:

    1. Möglichkeit:
    Man verwendet eine MPEG2 Encoder Karte (z.B. Hauppauge PVR 250/350) für analoges TV oder eine Digisat Karte, da ja über SAT schon das Signal encodet ankommt!

    Folgende CPU sind dafür empfehlenswert!
    C3 Nehemiah ab 1 Ghz
    Celeron ab 1000 Mhz
    P3 Coppermine ab 800 Mhz
    P3 Tualatin ab 1133 Mhz
    Athlon XP1700+ Tbred-B

    Ich selber würde aber einen P3-S Tualatin empfehlen, da diese aufgrund des größeren Caches und der Data Prefetcheinheit in etwa so skalieren wie ein Athlon XP. Einen P3-S 1266 kann man ungeführ mit einem P4 1.6-1.8 vergleichen!

    Die alten P3 Coppermine und Tualtin sind sehr gut passiv kühlbar, was bei einem P4 so gut wie unmöglich ist!
    Empfehlenswert ist aber in meinen Augen auch ein Athlon XP1700+ T-bred B, da man den auch sehr gut undervolten kann. Passiv Kühlung wird aber selbst ohne größeren Kühleraufwand auch bei den schwierig, auch wenn man die Taktfrequenz ordentlich senkt.

    Was viele auch nicht wissen, auch wenn die P3 nicht mehr so Stand der Dinge ist, gibt es trotzdem gute Mainboards. z.B. VIA C3M266FL hat USB 2.0, Firewire, 5.1 Sound usw.

    2. Möglichkeit:
    Man überlässt die ganze Echtzeit Encodierarbeit dem CPU.
    Also ich weiß, dass ein Athlon XP1700+ FullPal Aulösung in DivX mit Timeshifter gerade noch so schafft, sprich für die gleiche Aufgabe benötigt man min. auch einen P4 2 Ghz.
    Wenn man das ganze mit Timeshiftig machen will würde ich folgende CPUs empfehlen:

    Athlon XP2400+
    P4 2.4 Northwood FSB 533


    Aber ob diese CPUs empfehlenswert in einem HTPC sind, glaube ich eher weniger, da diese doch ganz ordentlich Hitze entwickeln! Aber das muss dann jeder selber entscheiden.

Seite 1 von 13 12311 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. wieviel leistung ist benötigt??
    Von Cles im Forum Grafikkarten & TV-Karten
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 24.11.2008, 19:16
  2. Netzteile, Leistung & Lärm
    Von borish im Forum Hardware generell
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 22.02.2006, 22:54
  3. AMD Geode - Leistung?
    Von BpL_Maximus im Forum Hardware generell
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 21.02.2006, 19:51
  4. CPU-Leistung: Untergrenze für VCD ?
    Von Hewlett600 im Forum Hardware generell
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 17.06.2003, 19:27
  5. Frage zum LCD, Leistung der Potis
    Von JJ-O-Connor im Forum Hardware generell
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 09.02.2003, 02:20