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HTPC-Hardware Guide (Guide-Thread)

Erstellt von MaxPayne, 27.04.2008, 01:30 Uhr · 0 Antworten · 25.223 Aufrufe

  1. #1
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    144

    HTPC-Hardware Guide (Guide-Thread)

    Hallo zusammen,

    hier ist er nun, Version 0.3 des HTPC-Guides

    Biite beachtet, das Diskussionen NUR in dem Diskussions-Thread stattfinden! Danke!



    Inhaltsverzeichnis:


    1. Allgemeine Infos

    2. Begrifflichkeiten (24p, Interlaced, ...)

    3. HD-Wiedergabe - die Besonderheiten
    a) HD-Beschleunigung der Grafikkarten

    4. HTPC-Empfehlungen
    a) Der Low-Budget HTPC - Minimaler Aufwand - maximaler Ertrag
    b) Der HD-HTPC - HD-DVD & BluRay
    c) Der HD-Gaming-HTPC - Einsteiger und Aufsteiger

    5. Wake on LAN / Wake on Fernbedienung




    1. Allgemeine Infos


    Der Guide ist, wie unschwer an der "Versionsnummer" zu erkennen, noch nicht final. Fragen, Kritiken, Verbesserungsvorschläge sind gerne willkommen, aber bitte nur in dem Diskussions-Thread!
    Bei den HTPC Empfehlungen hab ich absichtlich das Gehäuse sowie eine TV-Karten-Empfehlung weg gelassen, da es zum einen eine Riesenauswahl an (guten) Gehäusen gibt und zum anderen gibt es quasi 6 TV Standards (3x analog, 3x digital), was es nicht gerade einfacher macht.
    Eine TV-Karten Empfehlung für die verschiedenen Standards wird aber noch nachgereicht



    2. Begrifflichkeiten (24p, Interlaced, ...)


    Interlaced vs Progressive

    Beim Bildaufbau gibt es prinzipiell zwei Verfahren:
    Das Zeilensprungverfahren (Interlaced, 1080i) sowie das Vollbildverfahren (Progressive, 720p, 1080p).

    Mithilfe des Zeilensprungverfahrens ist es möglich, bei analoger Übertragung, die Übertragungsrate zu halbieren. Jedoch entstehen dabei auf modernen Vollbildgeräten unter Umständen unschöne Artefakte. Die Halbbilder müssen durch die Vollbildwandlung erst wieder zusammengesetzt werden, was bei sehr feinen Strukturen und Bewegungen im Bild prinzipbedingt nicht perfekt gelingt.

    Beim Vollbild hingegen erfolgt der Bildaufbau kontinuierlich. Bei diesem Verfahren werden immer alle Bildzeilen gleichzeitig angezeigt, was für den Zuschauer eine bessere Bildqualität bedeutet.


    24p

    Die Kurzbezeichnung 24p kennzeichnet die Fähigkeit eines Geräts HDTV-Signale in 1080/24p zu verarbeiten, d.h. Videos können mit der derzeit maximal möglichen Auflösung von 1080p und der kinoüblichen Bildfrequenz von 24 fps (Frames per Second) wiedergegeben werden.
    Durch die Fokussierung der Technik auf diese Fähigkeit und die Sensibilisierung der Konsumenten hat sich das angehängte 24p als Bezeichnung für ein hochauflösendes Videobild in Kinoqualität eingebürgert.

    Wichtig bei der Betrachtung dieser Funktion ist, dass es sich hierbei zwar um 24 verschiedene Bilder je Sekunde handelt, aber die eigentliche Bildwiederholrate ein Vielfaches von 24 Hz (beispielsweise 48 Hz oder 72 Hz) beträgt, damit das menschliche Auge keine Einzelbilder mehr wahrnehmen kann. Diese Vervielfachung der Bildeindrücke wird erreicht, indem ein und dasselbe Bild mehrfach hintereinander angezeigt wird (2:2- bzw. 3:3-Pulldown).

    Allein durch die Wiederholung der Einzelbilder würde sich das Auge jedoch irritiert fühlen, da sich die Positionen der einzelnen Bildpunkte nicht verändern. Folglich helfen die Hersteller mittels Interpolation nach. Ein De-Interlacer versucht stets aus dem jeweils übernächsten Bild ein Zwischenbild zu errechnen und dies in die Abfolge einzubauen. Dieses Verfahren sorgt für deutlich mehr Bewegungschärfe; mit anderen Worten: bewegte Inhalte werden vom Betrachter klarer und deutlicher wahrgenommen.

    Wichtig bei der Verwendung dieser Funktion ist, dass sowohl der HTPC als auch TV-Gerät dieses Qualitätsmerkmal unterstützen. Ist dies nicht der Fall wird das Bildmaterial auf die jeweiligen 50 Hz (PAL) bzw. 60 Hz (NTSC) umgerechnet – bei 60 Hz sorgt dies in den meisten Fällen für ein deutlich sichtbares Ruckeln.
    Diese Umrechnung kann zum einen durch PAL-Speedup erfolgen. Dabei wird die Bildwiederholrate von 24 auf 25 Bilder je Sekunde beschleunigt – eine anschließende Verdopplung der Bilder sorgt für die bekannten 50 Hz.
    Probleme bei dieser Technologie ergeben sich bei der Beschleunigung des Films. Durch diesen Prozess werden sämtliche Tonfrequenzen etwas angehoben und die Originalstimmen bzw. –klänge verändert. Menschen mit sensiblen Gehöhr nehmen diesen Unterschied war.
    Bei NTSC hingegen wird der 3:2-Pulldown verwendet, bei dem wechselweise ein Bild dreimal und ein Bild zweimal wiedergegeben wird.
    Ein Problem dieser Konvertierung ergibt sich häufig bei TV-Geräten, die zur Wiedergabe eine Vollbildwandlung durchführen. Ergebnis ist ein leicht sichtbares Ruckeln, das je nach dem, wie geübt das jeweilige Auge ist, unterschiedlich wahrgenommen wird.


    3. HD - Wiedergabe - die Besonderheiten


    Damit die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarten genutzt werden kann (z.B. Radeon HD 3450), muss eine Abspielsoftware bzw. ein Codec genutzt werden, welche dies unterstützt (z.B. PowerDVD 7 bzw. 8 )!

    Bei der Wiedergabe von kopiergeschützten HD DVDs/BluRays kann die DualView Funktion der Grafikarte NICHT genutzt werden.

    Bei HD DVDs/BluRays, welche mittels einer digitalen (Bild) Ausgabe per DVI bzw. HDMI wiedergegeben werden, muss das gesamte System (HD-Laufwerk, Grafikkarte, Abspielspftware, Monitor/TV) über eine HDCP-Verschlüsselung verfügen, ansonsten bleibt das Bild "schwarz". Dies ist jedoch Betriebssystemunabhängig.

    Für eine Ruckelfreie Wiedergabe wird das EVR benätigt. Details findet ihr im passenden Thread bei beisammen.de. Dazu mal ein Quote von Angel, der die "Promlematik" recht gut zusammenfasst:
    Zitat Zitat von Angel
    Enhanced Video Renderer und Video Mixing Renderer.
    Einen Thread zum EVR gibt es hier.

    Unter Windows XP kann man FullHD auch ruckelfrei darstellen, dann aber nur
    a) via Software-Decodierung (Core 2 Duo ab E6400) oder
    b) per Hardware-Beschleunigung mithilfe von Reclock, wobei das dann nicht den gesamten Funktionsumfang bietet. Genau gesagt muss man dann auf den VSync verzichten,
    der für die Synchronisation zwischen Grafikkarte und Bildausgabe zuständig ist. Ohne VSync kann es zu Rucklern oder Tearing, also in der Mitte „zerschnittenen“ Frames,
    kommen. Angeblich soll dieser Effekt bei HD aber kaum noch vorhanden sein. Es gibt Leute bei Beisammen, die so angeblich eine ruckelfreie Wiedergabe erreichen,
    allerdings ist das noch kein gesichertes, geschweige denn technisch belegbares Wissen. Das betrifft aber auch nur HD-Videos von HD DVD oder Blu-ray Disc;
    bei Live-TV gibt es unter Windows XP meines Wissens keine zufriedenstellende Lösung.

    Allerdings sprechen wir hier von sogenannten Mikrorucklern. Das 60Hz-Ruckeln bei NTSC-DVDs und HD-Medien ist deutlich stärker sichtbar. Wer dafür nicht so anfällig
    ist, kann die Mikroruckler vielleicht vernachlässigen.

    Das Vista Media Center unterstützt keine HD-Medien, die Software müsste also extern eingebunden sein.

    a) HD-Beschleunigung der Grafikkarten

    Dies ist ein etwas heikles Thema, da hier die Software ein großes Wort mitspricht. Der oft genutzte Open Source Player "Media Player Classic" unterstützt z.B. KEINE Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte! Ergo spielt es bei dem Player keine Rolle, ob da eine Radeon HD 3000 mit UVD drin steckt oder eine alte Grafikkarte ohne HD Beschleunigung.
    Die einzigen (HD) Player, welche eine HD Beschleunigung bieten, sind z.Zt. Power DVD 7.3 Ultra sowie 8.0 Ultra, WinDVD 9 Plus Blu-ray (HD DVDs gehen auch ) und ArcSoft TotalMedia Theatre. Als ob das nicht schon "Einschränkung" genug wäre, klappt nicht jede Kombination von Hardware und Software.

    Power DVD 7.3 Ultra, 8.0 Ultra: Z.Zt. klappen jede ATI und nVidia HD-Beschleunigerkarten ohne Probleme.

    WinDVD 9 Plus Blu-Ray: Hier muss ich noch passen, werde dies aber am Montag (19.5.) nachreichen.

    TotalMedia Theatre: nVidia: Problemlos. ATI: Nur die onBoard HD 3200 (780G) klappt und dann auch nur unter Vista. Ergo gibt es (noch) größere Probleme mit den ATI Karten, so dass sich die Arcsoft Software vorerst nur für nVidia Besitzer überhaupt lohnt.


    Welche Grafikkarten bieten HD-Beschleunigung an?

    ATI: Alle Grafikkarten der Serien:
    HD 2400, HD 2600, HD 3400, HD 3600, HD 3800, sowie der 780G onBoard Chip (HD 3200)

    nVidia: Alle Grafikkarten der Serien:
    8600 GT, 8600 GTS, 8800 GT, 8800 GTS 512(!!!, nicht 320/640!), 9600 GT, 9800 GTX, 9800GX2.

    Intel: Derzeit keine HD-Beschleunigung außerhalb der CPU.



    4. HTPC-Empfehlungen


    a) Der Low-Budget HTPC - Minimaler Aufwand - maximaler Ertrag


    Einleitung:
    Bei dieser Empfehlung dreht sich alles um den Preis - dennoch wird drauf geachtet, dass es sich um ein vernünftiges System handelt, welches sich auch durch eine
    einfache HD-Aufrüstbarkeit auszeichnet. Bei der Empfehlung wird bewußt nur ein Mikro ATX Board angewendet, um eine möglichst hohe Gehäuseflexibilität zu
    gewährleisten. Beim Mainboard wird darauf geachtet, dass dieses zum einen eine möglichst große Flexibilität bei den Bildausgängen (D-SUB, DVI, HDMI, S-Video, Cinch)
    als auch bei den Soundausgängen (analog, S/PDif) besitzt.


    Systemanforderungen:
    CPU: AMD Athlon 64, Intel Core 2 Duo
    RAM: 1024 MiB
    VGA: DirectX 9 - fähig


    Betriebssystem:
    XP oder Vista? 32 oder 64 Bit? Oder gar Linux? Diese Frage kann man nicht wirklich beantworten. XP in der 32 Bit Version ist wohl das Ausgereifteste Betriebssystem,
    welches derzeit auf dem HTPC-Markt Verfügbar ist. Sämtliche Hardware Komponenten besitzen i.d.R. gute Treiber und es gibt dementsprechen kaum Probleme.
    Bei Vista 32 Bit sieht es mittlerweile ähnlich aus. Natürlich läuft es nicht ganz so rund wie XP, welches immerhin schon 7(!) Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch
    sind vor allem die Treiber stark verbessert worden (deit dem Vista - Release), so dass ein 32 Bit Vista Treiber- und Stabilitätstechnisch nicht mehr weit hinter
    XP 32 Bit zurückliegt.
    Bei den 64 Bit Derivaten sieht es schon anders aus. Noch haben längst nicht alle Hersteller passende 64 Bit Treiber, oftmals gibt es lediglich Beta Treiber, die zwar
    bei vielen Usern funktionieren, aber eben nicht überall. Den einzigen Vorteil, den ein 64 Bit OS in die Waagschale werfen kann, ist die Unterstützung von 4 und mehr
    GiB RAM. Für einen HTPC ist es jedoch nicht notwendig, soviel RAM einzusetzten, so dass die Empfehlung zur Zeit(!) ganz klar auf ein 32 Bit OS fällt. Ob Vista oder XP
    ist Geschmackssache.
    Linux wäre natürlich auch eine (gute) kostenlose Empfehlung. Mit SD-Videos gibt es keine Probleme und man erhält zusätzlich einen großen Lernfaktor, den es bei einem
    Windows-System nicht gibt. Aufpassen muss man (lediglich) bei der TV-KArte, ob es entsprechende Linux Treiber gibt. Jedoch bringt Linux für viele populäre TV-Karten
    Treiber out-of-the-box mit, so dass es meistens keine Probleme gibt.


    Empfehlung: (rund 250€ + Gehäuse)
    MB: ASUS M2A-VM HDMI, 690G Chip, http://geizhals.at/deutschland/a243029.html
    CPU: AMD Athlon 64 X2 3600+ Sockel-AM2 tray, 2x 2.00GHz, 2x 256kB Cache, http://geizhals.at/deutschland/a239987.html
    Cool: Arctic Cooling Freezer 64 LP (Sockel 939/AM2), http://geizhals.at/deutschland/a242208.html
    RAM: MDT DIMM Kit 2GB PC2-6400U CL5 (DDR2-800), http://geizhals.at/deutschland/a200563.html
    VGA: onBoard Radeon X 1250
    HDD: Western Digital Caviar GP 500GB SATA II, http://geizhals.at/deutschland/a269814.html
    DVD: Samsung SH-S203D SATA schwarz bulk, http://geizhals.at/deutschland/a286605.html
    Sound: onBoard
    NT: Seasonic S12II 380W ATX 2.2, http://geizhals.at/deutschland/a258686.html



    b) Der HD-HTPC - HD-DVD & BluRay


    Einleitung:
    Willkommen in der Zukunft! Hier findet ihr einen Beispiel-HTPC, der mit jeglichen Video-Formaten umgehen kann, sei es MPEG2, XVid, VC1, H.264, etc..
    Ob CD, DVD, HD-DVD oder Blu-Ray, der HD-HTPC schluckt alles
    Um den Filmgenuss nicht zu trüben, werden extra stromsparende Komponenten gewählt, der Aspekt Preis tritt dabei etwas in den Hintergrund (ohne jedoch Unwichtig
    zu werden!).


    Systemanforderungen:
    CPU: AMD Athlon 64 X2, Intel Core 2 Duo
    RAM: 2048 MiB
    VGA: ATI Radeon HD3x00-Serie, nVidia GeForce 8600/9600-Serie


    Betriebssystem:
    XP oder Vista? 32 oder 64 Bit? Oder gar Linux? Diese Frage kann man nicht wirklich beantworten. XP in der 32 Bit Version ist wohl das Ausgereifteste Betriebssystem,
    welches derzeit auf dem HTPC-Markt Verfügbar ist. Sämtliche Hardware Komponenten besitzen i.d.R. gute Treiber und es gibt dementsprechen kaum Probleme.
    Bei Vista 32 Bit sieht es mittlerweile ähnlich aus. Natürlich läuft es nicht ganz so rund wie XP, welches immerhin schon 7(!) Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch
    sind vor allem die Treiber stark verbessert worden (deit dem Vista - Release), so dass ein 32 Bit Vista Treiber- und Stabilitätstechnisch nicht mehr weit hinter
    XP 32 Bit zurückliegt.
    Bei den 64 Bit Derivaten sieht es schon anders aus. Noch haben längst nicht alle Hersteller passende 64 Bit Treiber, oftmals gibt es lediglich Beta Treiber, die zwar
    bei vielen Usern funktionieren, aber eben nicht überall. Den einzigen Vorteil, den ein 64 Bit OS in die Waagschale werfen kann, ist die Unterstützung von 4 und mehr
    GiB RAM. Für einen HTPC ist es jedoch nicht notwendig, soviel RAM einzusetzten, so dass die Empfehlung zur Zeit(!) ganz klar auf ein 32 Bit OS fällt. Ob Vista oder XP
    ist Geschmackssache. Für Vista würde der EVR (Enhanced Video Renderer) sprechen, Details dazu findet ihr bei den Besonderheiten der HD-Wiedergabe.
    Linux fällt (leider) Flach, da es keine Software gibt, die (legal) eine HD-DVD/Blu-Ray Wiedergabe zulässt.


    Empfehlung: (rund 400€ + Gehäuse)
    MB: Gigabyte GA-MA78GM-S2H, 780G Chip, http://geizhals.at/deutschland/a312927.html
    CPU: AMD Athlon 4850e Sockel-AM2 boxed, 2x 2.50GHz, 2x 512kB Cache, http://geizhals.at/deutschland/a324706.html
    Cool: Scythe Shuriken (Sockel 478/775/754/939/940/AM2), http://geizhals.at/deutschland/a308400.html
    RAM: MDT DIMM Kit 2GB PC2-6400U CL5 (DDR2-800), http://geizhals.at/deutschland/a200563.html
    VGA: onBoard Radeon HD 3200
    HDD: Western Digital Caviar GP 500GB SATA II, http://geizhals.at/deutschland/a269814.html
    DVD: LG Electronics GGC-H20L SATA, http://geizhals.at/deutschland/a287916.html
    Sound: onBoard
    NT: Seasonic S12II 380W ATX 2.2, http://geizhals.at/deutschland/a258686.html



    c) Der HD-Gaming-HTPC:


    Einleitung:
    Wenn man neben den "typischen" HTPC Aufgaben (Video, TV, Audio, Bilder) auch noch (aktuelle) Spiele spielen möchte, wird es immer einen "Kampf" zwischen der
    Leistung, Stromverbrauch und Lautstärke geben. Die besondere Kunst bei einem Gaming HTPC besteht darin, möglichst viel 3D-Leistung bei möglichst geringer Abwärme
    sowie geringe Lautstärke hinzubekommen. Man kann dementsprechend nicht einfach den schnellsten Quad-Xtreme Prozessor sowie vier Grafikkarten einbauen, sondern muss
    sich genau überlegen, wieviel Leistung man benötigt.
    Eben aufgrund der Tatsache, dass es dann doch ganz "warm" werden kann sollte man schon ein Fullsize-Desktop Gehäuse einplanen. Bei vielen "Kleinst"-Gehäusen
    ist man z.B. auf Mikro-ATX Boards eingeschränkt. Wenn man dann eine Dual-Slot Grafikkarte samt Sound und TV Karte verbauen möchte, kommt man bei vielen Boards
    über das (Platz)Limit, so dass ich hier bei den Empfehlungen davon ausgehe, dass man ein Full-Size-ATX Board einsetzen kann und zum anderen auch genügend Platz für
    einen etwas geräumigeren CPU-Kühler hat (vor allem in der Höhe!)


    Systemanforderungen:
    CPU: AMD Athlon 64 X2, Intel Core 2 Duo
    RAM: 2048 MiB
    VGA: ATI Radeon HD3800-Serie, nVidia GeForce 8800-Serie


    Betriebssystem:
    Für Vista spricht die Unterstützung von DirectX 10, welche XP verwehrt bleibt. Dies wiegt jedoch nicht so schwer, da keine DirectX 10 Spiele existieren,
    lediglich DirectX 9 Spiele mit einem DX10 Aufsatz. Das prominenteste Beispiel dürfte wohl Crysis sein Zusätzlich muss man unter Vista mit einem größeren
    "RAM-Hunger" rechnen. Reicht unter XP oftmals 1024 MiB RAM, so wird es bei Vista schon kritisch. Bei den derzeitigen RAM-Preisen empfiehlt es sich sowieso, direkt
    auf mindestens 2048 MiB zu gehen.
    Bei der Perfmormance nehmen sich XP und Vista derzeit nicht mehr viel. Die Unterschiede betragen rund 0 - 5%, was dann doch zu verschmerzen ist. Was man aber
    beachten sollte, ist die Tatsache, dass ATI und auch nVidia keinen all zu großen Optimierungsaufwand für die XP Treiber betreiben. Der Treiber wird dadurch aber
    nicht schlechter Im Prinzip ist es eine Glaubensfrage, welches System eingesetzt wird, es gibt keine ultimative Empfehlung.


    x86 vs x64:
    Der Hauptvorteil bei einem 64 Bit Betriebssystem liegt in der Unterstützung von 4 und mehr GiB RAM. Wenn in dem Gaming-HTPC 4096 MiB RAM eingesetzt werden soll,
    muss man ein 64 Bit Betriebssystem einsetzen, um den ganzen RAM zu nutzen. Setzt man jedoch ein 32 Bit System ein, kann je nach verwendeter Grafikakrte nur rund
    3 - 3.5 GiB genutzt werden und zusätzlich gilt die Einschränkung, dass eine einzelne Anwendung (z.B. ein Spiel) nicht mehr als 2 GiB nutzen kann.
    Ein (noch) gewichtiger Vorteil des x86 Systems ist der deutlich bessere Treiber-Support. Bei der "Standard"-Hardware (CPU-Treiber, Grafikkarte) spielt es keine Rolle,
    ob 64 oder 32Bit. Bei TV und Soundkarten kann es da schon eher problematisch werden. Von daher sollte man sich vorher informieren, welche Treiber der jeweilige
    eingesetzte Hardware-Hersteller bereitstellt.


    Einsteiger-Empfehlung: (rund 400€ + Gehäuse, kein BluRay / HD-DVD)
    MB: ASRock K10N78hSLI-GLAN, GeForce 8200 Chip, http://geizhals.at/deutschland/a337239.html
    CPU: AMD Athlon 64 X2 5600+ Sockel-AM2 tray, 2x 2.90GHz, 2x 512kB Cache, http://geizhals.at/deutschland/a283566.html
    Cool: Scythe Shuriken (Sockel 478/775/754/939/940/AM2), http://geizhals.at/deutschland/a308400.html
    RAM: MDT DIMM Kit 2GB PC2-6400U CL5 (DDR2-800), http://geizhals.at/deutschland/a200563.html
    VGA: HIS Radeon HD 3850 IceQ 3 Turbo, 512MB GDDR3, http://geizhals.at/deutschland/a298909.html
    HDD: Western Digital Caviar GP 500GB SATA II, http://geizhals.at/deutschland/a269814.html
    DVD: Samsung SH-S203D SATA schwarz bulk, http://geizhals.at/deutschland/a286605.html
    Sound: onBoard
    NT: Seasonic S12II 380W ATX 2.2, http://geizhals.at/deutschland/a258686.html


    Aufsteiger-Empfehlung: (rund 700€ + Gehäuse)
    MB: Gigabyte GA-P31-DS3L, P31 Chip, http://geizhals.at/deutschland/a273390.html
    CPU: Intel Core 2 Duo E8400, 2x 3.00GHz, 333MHz FSB, 6MB shared Cache, http://geizhals.at/deutschland/a303349.html
    Cool: Scythe Ninja mini (Sockel 478/775/754/939/940/AM2), http://geizhals.at/deutschland/a269283.html + Scythe Kama PWM, 92x92x25mm, 0-2500rpm, 0-93m³/h, 0-31dB(A), http://geizhals.at/deutschland/a263254.html
    RAM: MDT DIMM Kit 2GB PC2-6400U CL5 (DDR2-800), http://geizhals.at/deutschland/a200563.html
    VGA: Elitegroup N8800GT-512MX+ HS, GeForce 8800 GT, 512MB GDDR3, http://geizhals.at/deutschland/a291787.html
    HDD: Western Digital Caviar GP 750GB SATA II, http://geizhals.at/deutschland/a269810.html
    DVD: LG Electronics GGC-H20L SATA, http://geizhals.at/deutschland/a287916.html
    Sound: Creative Sound Blaster X-Fi Xtreme Gamer bulk, PCI, http://geizhals.at/deutschland/a228489.html
    NT: Seasonic S12II 380W ATX 2.2, http://geizhals.at/deutschland/a258686.html



    5. Wake on LAN / Wake on Fernbedienung

    Wake on LAN / (USB) Fernbedienung

    Um Wake on LAN nutzen zu können, mus zum einen das Mainboard ACPI-fähig sein (sind aber alle modernen Boards bzw. Bios-Versionen) und zum anderen muss das Netzteil die ATX 2.01 Spezifikation erfüllen (alle aktuellen NT's tun dies).

    Im Bios müssen folgende Parameter gesetzt werden:

    Unter dem Punkt Power Management gibt es erstmal die Option, ob man STD (S1) oder STR (S3) nutzen möchte. Hier gibt es die klare Empfehlung, S3 zu nutzen, da bei S1 die Lüfter weiterlaufen und so zur unnötigen Geräuschquelle avancieren.

    Weiter gehts mit der Option "PME-Wakeup", wobei die Option auch Wake on LAN etc. heissen kann. Hier "enablen" wir den Punkt, da dieser dafür sorgt, dass interne Geräte (LAN Karte z.B.) weiterhin mit Strom versorgt werden (Standby Strom) und wir mit deren Hilfe den Rechner wieder starten können.

    Manche Boards bieten noch die Option "Wake on USB", um auch von USB-Geräten aufgeweckt werden zu können. Falls das Board nicht diese Option bietet, heisst es noch lange nicht, dass es nicht trotzdem klappt. In diesem Falle gibt es i.d.R. +5V Jumper auf dem Board, oftmals sind das 3, 4 oder gar noch mehr Jumper. Da müsst ihr im jeweiligen Handbuch nachchauen, wo genau die sich auf dem Board befinden. Ihr müsst dann einfach die Jumper umstecken, von Pin 1-2 auf 2-3 (oder umgekehrt, das erfahrt ihr aus eurem Boardhandbuch).

    Nachdem ihr alle Einstellungen im Bios vorgenommen habt, speichert ihr die Einstellungne und verlässt das Bios.

    In Windows müsst ihr natürlich auch noch einige Einstellungen durchführen, fangen wir mit Wake on LAN an.


    WinXP: Start | Einstellungen | Systemsteuerung | System | Hardware | Geräte-Manager | Netzwerkkarten | <Name der Netzwerkkarte> | Eigenschaften
    Reiter Energieoptionen und dann die Häckchen bei "Computer darf PC aufwachen lassen (oder so ähnlich) setzen.

    WinVista: Hier sollte eigentlich keine Einstellung nötig sein, da Vista die Option automatisch setzt.


    Das war es dann auch. Sobald der Rechner in den Standby wechselt, sollte man von einem anderen Rechner den "eingeschlafenen" Rechner wieder aufwecken können. Das kann man einfach mithilfe der Eingabeaufforderung testen: Auf dem 2. Rechner einfach auf start -> Ausführen und cmd eingeben (OK bestätigen). Anschliessen ping <ip adresse des rechners, welcher geweckt werden soll> und mit der eingabetaste bestätigen.

    Analog führt ihr dies bei der Fernbedienung durch. Im Gerätemanager wählt ihr statt der Netzwerkkarte die Fernbedienung aus, die Optinen sind aber im Prinzip dieselben.



    Version 0.3, Stand: 01. Juni 2008

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